Wohin mit dem Tunnelausbruch?
(Ostfildern, 4. März 2010). Das Großprojekt Stuttgart 21 ist auf die Schiene gebracht. In den kommenden Jahren sind große Mengen an Gestein aus den Tunnelbaumaßnahmen zu verwerten. Die baden-württembergische Steine- und Erden-Industrie bietet Möglichkeiten, überschüssiges Material umweltfreundlich zu verwerten oder zu entsorgen.
Eine Befragung des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) hat ergeben, dass die Tunnelausbruchmassen aus dem Projekt Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm in den Abbaustätten im Land untergebracht werden können. Insgesamt fallen bei dem Bahnhofsprojekt rund zwölf Millionen Kubikmeter und bei der Neubaustrecke rund zehn Millionen Kubikmeter überschüssige Erd- und Gesteinsmassen an.
Durch die baustellennahe Entsorgung entfallen Kosten für den Abtransport über weite Strecken. Außerdem werden Lärm- und Abgasemissionen minimiert. Ziel ist es, für den Abtransport des Gesteins auch die Bahn und Schiffe als umweltfreundliche Verkehrsmittel einzusetzen.
Vorteil der Verfüllung in Abbaustätten in Baden-Württemberg ist, dass in zahlreichen Steinbrüchen des Landes dieselben geologischen Formationen wie bei den Tunnelstrecken anzutreffen sind und somit Gefährdungen des Grundwassers ausgeschlossen werden können.
Mit dem Einbau des Ausbruchmaterials können ehemalige Abbaustätten rekultiviert und für die Landwirtschaft oder als Waldfläche genutzt werden.
