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02. Mai 2019

Bundestagsabgeordneter Dr. Christoph Hoffmann MdB (FDP) überreicht GeoKoffer

Vor allem aber konnten sie stellvertretend für ihre Schule einen GeoKoffer entgegennehmen – eine lehrreiche Sammlung der Bausteine des Landes Baden-Württemberg. Damit – so wurde allen Beteiligten schnell klar – wird der Geographieunterricht künftig bestimmt noch mehr Spaß machen.

Dr. Christoph Hoffmann MdB (FDP), der den Wahlkreis Lörrach-Müllheim im Deutschen Bundestag vertritt, lobte die Initiative der Rohstoffwirtschaft in Baden-Württemberg, den GeoKoffer als modernes Lehrmittel für den Geologie- und Geographieunterricht zu entwickeln und Bildungseinrichtungen damit zu beschenken. Dies sei vorbildlich. Damit könne man nicht nur den Unterricht spannend und lebensnah gestalten, sondern den Kindern und Jugendlichen in den Schulen auch den Wert und die Bedeutung heimischer Bodenschätze näherbringen. Hoffmann, studierter Forstwissenschaftler und Entwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, trat insbesondere für einen nachhaltigen, bewussten und klugen Umgang mit den regionalen Rohstoffen ein.

Diesen GeoKoffer im Wert von rund 700 Euro hatte die Sattler GmbH & Co KG aus Neuenburg gespendet. Das Unternehmen ist sowohl Mitglied im Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) als auch in der Initiative „KIWI- Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“. Sein Geschäftsführer und KIWI Beiratsmitglied Ludger Strohmaier gab dem Politiker Recht: Man könne nicht früh genug damit beginnen, junge Menschen an die Rohstoff-Thematik heranzuführen. Denn nicht nur in Bezug auf Tiere und Pflanzen ließe sich Nachhaltigkeit diskutieren und demonstrieren, sondern auch in Bezug auf Bodenschätze. Auch dafür engagiere sich die Initiative KIWI. Strohmaier lud die Klasse in sein Unternehmen ein, um sich die nachhaltige Gewinnung von Sand und Kies, aber auch von Ton und Kaolin einmal vor Ort anzuschauen. Vielleicht, so ergänzte der Unternehmer, hätte ja die eine oder der andere Lust auf eine Ausbildung und eine Kariere in der Rohstoff-Branche – er könne Ausbildungsplätze anbieten. Die beruflichen Aussichten in diesem Wirtschaftszweig jedenfalls seien sehr gut.

Um Anschaulichkeit geht es ganz besonders beim Unterricht mit dem Geokoffer. Er wurde von Geologen und Pädagogen entwickelt, um die Theorie des Geologie- und Geographieunterrichts mit der alltäglichen Lebenspraxis zu verknüpfen, erläuterte Thomas Beißwenger, Hauptgeschäftsführer des ISTE. Anhand von 14 landestypischen Gesteinen – den Bausteinen des Landes – sowie von Informationskarten und elektronischen Unterrichtselementen bringt der GeoKoffer Erdgeschichte und heutige Gegenwart anschaulich zusammen.

So stauten die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht, als Beißwenger ihnen den Nutzen mineralischer Rohstoffe erläuterte. Steine, Kies und Sand benötige man nicht nur zum Bau von Häusern oder von Straßen – sie dienten auch zur Herstellung von Glas oder von Papier, man finde sie in Lebensmitteln und sogar in Zahnpasta. Viele Millionen Tonnen würden jedes Jahr gefördert und verbraucht. Beißwenger: „Jeder von uns verbraucht - statistisch gesehen - pro Stunde ein Kilo Steine, Sand oder Kies!“ Deshalb sei es wichtig, dass diese Mengen keine langen Transportwege bis zum Endkunden zurücklegen müssten. In Baden-Württemberg nutze man rund 350 Abbaustätten, um die benötigten 100 Mio. Tonnen Gesteine zu gewinnen: „Regionaler Abbau – das ist praktizierter Klimaschutz.“

Für die Stadt Neuenburg als Schulträger bedankte sich Bürgermeister Joachim Schuster bei den Gästen aus Politik und Wirtschaft. Zusammen mit Schulleiter Thomas Vielhauer und Lehrer Uwe Kiesinger freute er sich über diese Bereicherung der Lehrmittelsammlung der Mathias-von-Neuenburg Realschule.