Technik und Normung

»Die Umsetzung unserer Bauaufgaben lässt sich nur mit heimischen Rohstoffen, die unter höchsten Standards gewonnen und aufbereitet werden, verwirklichen.
Neben Verfahrensbeschleunigung und Bürokratieabbau sind produktneutrale Ausschreibungen hierfür wichtige Voraussetzungen.«

Michael Peter, Hermann Peter KG, Rheinau,
Vorsitzender der Fachgruppe Sand und Kies


Dafür stehen wir

Eine der wesentlichen Aufgaben der Abteilung Technik im ISTE ist es, Normen, technische Regelwerke und Umweltstandards aktiv mitzugestalten, sodass die Produkte der heimischen Steine- und Erdenindustrie sowie die daraus hergestellten Bauprodukte auch weiterhin uneingeschränkt verwendet werden können. Dazu gehört die kompetente technisch-wissenschaftliche Betreuung bei Produktion, Marktzutritt und Verwendung von Baustoffen. Ein interdisziplinäres Team von Ingenieur- und Geowissenschaftler:innen sowie Baustoffprüfer:innen entwickelt organisationsübergreifend qualifizierte, praxisnahe und effiziente Konzepte. Die Erfahrungen aus der Praxis werden in neuen oder aktualisierten Regelwerken berücksichtigt. Umsetzungshilfen für die Anwender werden bereitgestellt. Ein umfassendes Schulungsangebot für die Produzenten sowie die individuelle Beratung in technischen Fragen runden das Leistungsspektrum ab. Der ISTE setzt sich für vergleichbare und praxisgerechte Marktvoraussetzungen ein. Technische Lieferbedingungen für primäre und sekundäre Baustoffe dürfen sich ausschließlich am Verwendungszweck orientieren.

Aktive Mitarbeit in den entscheidenden Gremien sichert mittel- und langfristig unseren Marktzutritt

Um den Marktzutritt sicherzustellen, arbeiten ehrenamtliche Unternehmensvertreter:innen und ISTE-Mitarbeiter:innen in Normungsgremien mit und bringen so ihren Sachverstand und Erfahrungen ein. Dies ist deshalb für die Baustoffindustrie wichtig, weil die Orientierung der Mitarbeiterstruktur der technischen Gremien aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Ingenieurbüros und Wissenschaft nicht regionalspezifisch ist, sodass die Auswirkungen von neuen Prüfverfahren oder Anforderungskriterien von den Ausschüssen nicht immer zutreffend eingeschätzt werden. 

Durch die aktive Mitarbeit der Fachgruppen und personelle Vernetzung in die Unternehmen werden Märkte gesichert, neue Verwendungsmöglichkeiten und Innovationen geschaffen. Der ISTE vertritt direkt sowie indirekt über die Bundesverbände die Interessen seiner Mitglieder in den europäischen Gremien und nationalen Spiegelausschüssen. 

Über seine Fachgruppen Sand und Kies, Naturstein, Transportbeton sowie Recycling-Baustoffe und Boden wirkt der ISTE in den technischen Gremien des Deutschen Institutes für Normung (DIN), der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) mit. 

Die wesentlichen Gremien der FGSV für den Bereich Straßenbau, in denen der ISTE vertreten ist, sind beispielhaft folgende:

  • Arbeitsgruppe 5: Erd- und Grundbau
  • Arbeitsgruppe 6: Gesteinskörnungen, ungebundene Bauweisen
  • Arbeitsgruppen 7 und 8: Asphalt- und Betonbauweisen

Darüber hinaus arbeiten wir mit Unterstützung des Ehrenamts in den technischen Gremien unserer Bundesverbände Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs), Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO), Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e.V. (BTB) und Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. (BRB) mit. 

Weil neue Europäische Normen in das nationale Regelwerk umgesetzt und bestehende Normen überarbeitet werden müssen, ist die permanente Mitwirkung der Landesverbände in den Gremien bei der Aktualisierung und Fortschreibung des Regelwerks für die Sicherstellung des Marktzugangs entscheidend.

Landesspezifische geologische Voraussetzungen müssen bei der Normung berücksichtigt werden

Über die Fachgruppen werden Prüfdaten von Gesteinskennwerten ermittelt, gesammelt und ausgewertet und bei der Fortschreibung der Regelwerke für Gesteinskörnungen, Baustoffgemische, Asphalt und Beton in die entscheidenden Gremien eingebracht. Der ISTE arbeitet hierzu eng mit folgenden Organisationen zusammen: BÜV-ZERT, Baustoffprüfgesellschaft mbH, Güteschutz Naturstein, QRB und ARGE Beton.

So kann für die Unternehmen sichergestellt werden, dass Baustoffe aus Baden-Württemberg mit den spezifischen geologischen Eigenschaften dauerhaft in einem möglichst breiten Anwendungsspektrum verwendet werden können. Dadurch können regionale Rohstoffvorkommen umweltfreundlich und wirtschaftlich in der Nähe der Gewinnung verwendet werden. Weite Transportwege und unnötige Kosten werden vermieden.

Bei komplexeren Fragestellungen führen die Fachgruppen eigene Forschungsvorhaben durch. Dabei spielen Langzeiterfahrungen und Praxiserprobung unter realistischen Einsatzbedingungen eine wesentliche Rolle.

Der ISTE pflegt den fachlichen Austausch mit Hochschulen, Materialprüfungsanstalten und der Verwaltung. 

Bei unvollständigen oder falschen Ausschreibungen von Baustoffen bietet der ISTE im konkreten Fall seinen Mitgliedern individuelle Beratung und Unterstützung an.

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Gesteinsbaustoffe – Entwicklungen und Aktivitäten

Technische und umweltrelevante Rahmenbedingungen für den Marktzugang   Zum Artikel

Arbeitskreis Digitalisierung   Zum Artikel

Arbeitskreis Feinsedimentthematik   Zum Artikel

Technische Forschung - Stand des AiF-MIRO-Forschungsprojektes "Neubewertung von AKR-Prüfmethoden"   Zum Artikel

Euroschotter-Tagung 2021   Zum Artikel

11. Baustoff-Technik-Tag   Zum Artikel

Forderungen an die Politik   Zum Artikel


Technische und umweltrelevante Rahmenbedingungen für den Marktzugang
Europäische Normung und Technische Lieferbedingungen für Gesteinskörnungen und ungebundene Gemische – Stand der Bearbeitung

 

Auf Grund der eingegangenen Kommentare der Mitgliedstaaten und der Consultants der EU-Kommission (KOM) im Jahr 2021 sowie der Dokumente für den Delegierten Rechtsakt zur Einführung neuer Klassen haben die Ausschüsse des DIN und des CEN erneut umfangreiche Änderungen in den Normenentwürfe vorgenommen. Die Überarbeitung der harmonisierten Normen (hEN) wird somit fortgeführt.

Der Entwurf der EN 17555 Teil 1 (Gesteinskörnungen für Bauwerke - Teil 1: Produktnorm) wird erneut im CEN/TC 154 diskutiert. Das wesentliche Merkmal AKR ist weiterhin nur im nicht-harmonisiertem Teil 2 enthalten. Für eine Veröffentlichung der Normen im EU-Amtsblatt gibt es seitens KOM immer noch keine sichere Zusage. Der Normenstau bleibt weiter bestehen.

Auch der Beschluss der Vollversammlung des CEN/TC 154 im April 2022, die Merkmale „Gefährliche Substanzen“ und „Radioaktivität“ in den harmonisierten Teil 1 der Produktnorm aufzunehmen, führt zu einer weiteren Verzögerung hinsichtlich der Fertigstellung der EN 17555. Die Verzögerung zieht sich voraussichtlich bis in das 2. Halbjahr 2023, mit der erforderlichen 2. CEN-Umfrage und der HAS-Bewertung sogar bis in das 1. Halbjahr 2024.

Ende März 2022 hat die Europäische Kommission den Entwurf zur neuen EU BauPVO vorgelegt, welcher aktuell von den übergeordneten Bundesverbänden bbs und MIRO bearbeitet und kommentiert wird.  Erste Einschätzungen wurden in den Technikgremien bekanntgegeben. Neben einer deutlichen Ausweitung der Informationspflichten für Hersteller nehmen die Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz in der neuen EU BauPVO einen wesentlichen Teil der Überarbeitung ein. Zusätzliche Nachweise für Umwelt-/Nachhaltigkeitsdaten werden gefordert. Zum Beispiel sollen in den Grundanforderungen an Bauprodukte die Auswirkungen des Klimawandels (obligatorisch) als wesentliches Merkmal zu kennzeichnen sein. 

Darüber hinaus soll die neue Verordnung digitale Lösungen zur Verringerung des Verwaltungsaufwands, eine Datenbank für Bauprodukte sowie digitale Produktausweise ermöglichen. Außerdem soll sie es den Normungsgremien erleichtern, gemeinsame europäische Normen zu entwickeln. Hierbei kann kritisch bemerkt werden, dass die EU-Kommission jederzeit nahezu alle Aspekte der EU BauPVO ändern kann bzw. sich das Recht dazu vorbehält. Ob dies zur Auflösung des Normenstaus beiträgt, bleibt fraglich.

Wie bereits die aktuelle BauPVO soll auch die neue Verordnung Hemmnisse für den freien Verkehr im Binnenmarkt beseitigen.

Inwieweit das Zusammenspiel von europäischen Produkt- und nationalen Bauwerksanforderungen mit dem neuen Verordnungsvorschlag gelöst werden kann – eines der Kernprobleme der bisherigen BauPVO - kann zum aktuellen Stand noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die beiden CEN-Laborverfahren zur Bewertung der Freisetzung gefährlicher Stoffe aus Bauprodukten und der Leitfaden zur Auswahl der geeigneten Labormethoden wurden im März 2021 als DIN/EN-Normentwürfe veröffentlicht. Das Abstimmungsverfahren zu den endgültigen DIN/EN-Normen wird in Kürze abgeschlossen. Auch vor dem Hintergrund der neuen EU BauPVO, die die Einflussnahme der EU-Kommission auf die Normung stärkt und die Bedeutung der Umweltdeklaration hervorhebt (siehe oben), steigt der Druck zur Umsetzung der Umweltdeklaration in harmonisierten Produktnormen auf die Produkt TCs. Nach der Untersuchungskampagne des ISTE finden nun auch entsprechende Untersuchungen beim Bayerischen Industrieverband und auch in weiteren Mitgliedsstaaten statt. Naturgemäß halten nicht alle Gesteine und Sedimente im Feststoff und Eluat alle Grenzwerte der EU-Mitgliedsstaaten für die in der so genannten "Indicative List" der EU geführten Stoffe und Parameter ein. Unabhängig davon, ob in Deutschland zukünftig für die Bewertung, die so genannten Geringfügigkeitsschwellenwerte im Eluat aus dem vorsorgenden Grundwasserschutz, die Bodenvorsorgewerte im Feststoff aus dem vorsorgenden Bodenschutz oder die deutlich höheren Materialwerte für die Klassifizierung von mineralischen Ersatzbaustoffen (z.B. RC-Baustoffe) nach der am 01. August 2023 in Kraft tretenden MantelV aus dem Abfallrecht herangezogen werden, kann es bei der einen oder anderen natürlichen Gesteinskörnung zu geringfügigen Grenzwertüberschreitungen kommen. Die Ergebnisse hoffentlich bald auch weiterer Landesverbände sollen durch den MIRO-Arbeitskreis "RDS" zusammengeführt werden.     

Nationale Ebene

Auf nationaler Ebene besteht die wesentliche Arbeit in nahezu allen FGSV Gremien derzeit in der Einbindung der Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Die EBV gilt als Verordnung der Bundesregierung für sich und ersetzt automatisch die Umwelt-Regelungen in den Technischen Regelwerken. Die FGSV schlägt aber vor die EBV – so zu sagen als Serviceleistung -, in das Regelwerk zu implementieren soweit es die Anwendungen im Straßen-, Wege-, und Erdbau erleichtert. In alle Technische Lieferbedingungen, in die Technischen Prüfbedingungen und in den Richtlinien für die umweltverträgliche Anwendung von industriellen Nebenprodukten und Recycling-Baustoffen im Straßenbau (RuA-StB) sollen deshalb die neuen Regelungen der EBV zu Prüfverfahren, Materialwerten der “chemischen Güteüberwachung”, Dokumentationspflichten und Einbauweisen für RC-Baustoffe, Schlacken und Aschen (industrielle Nebenprodukte) bis zum Inkrafttreten der EBV am 01. August 2023 übernommen werden. Für den Arbeitskreis 6.2.7 “Auslaugverfahren” ist Dr. Bernd Susset als Obmann und in den angrenzenden Arbeitskreisen als Mitarbeiter vertreten und berichtet unter anderem in Online-Seminaren der Steine Erden Akademie (stea) zur Einführung der EBV. 

Zur aktuellen CO2-Diskussion kann aus dem MIRO Ad hoc Arbeitskreis EPD berichtet werden, dass eine MIRO-Information mit dem Titel “Hinweise zur Erstellung von CO2-Fußabdrücken in der Gesteinsindustrie” in Vorbereitung ist. Darin sollen Standards, Hinweise zur Datenermittlung und Maßnahmen zur CO2-Minimierung und vieles mehr gegeben werden. Das Hinweispapier wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. erstellt. Sobald eine Veröffentlichung seitens MIRO erfolgt, werden wir diese über den ISTE-Newsletter ebenfalls bekannt geben.

Kommunale Ebene

Auf kommunaler Ebene gibt es Gremieninformation betreffend der überarbeiteten ZTV Wegebau. Diese wird seitens der Forschungsgemeinschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) herausgegeben. Der Gelbdruck ist Mitte Mai 2022 erschienen und darin enthalten auch die Einführung eines zusätzlichen Laborprüfverfahrens zur Ermittlung des sog. modifizierten Micro-Deval-Koeffizienten (MMDE) zur Bewertung von Pflasterbettungsmaterialien. Die bereits in den Gremien diskutierten Grenzwerte für befahrbare Flächenbefestigungen (Nutzungskategorien N 2 und N 3) wurden darin festgelegt. Der Gelbdruck kann auf der Homepage der FLL für 15,00 € bezogen werden. Der Zeitraum der Einspruchsphase läuft bis 10. August 2022. 

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Arbeitskreis Digitalisierung

Beispiele wie Uber oder Amazon zeigen: Digitalisierung führt zu weitreichenden Veränderungen – und auch unsere Branche ist davon betroffen. Um zum Thema Digitalisierung einen aktiven Informationsaustausch anzustoßen, gründete sich Ende 2021 der Arbeitskreis Digitalisierung unter Leitung des Arbeitskreisvorsitzenden Thomas Karcher. Hier wurden Themen wie digitaler Lieferschein, Lieferoptimierungen, einfachere und schnelle Kommunikation zwischen Bauunternehmern und Lieferanten bis hin zu Schnittstellen mit verschiedenen Bauinformationsplattformen diskutiert. 

 Die Teilnehmer:innen des Arbeitskreises waren sich bereits in der ersten Sitzung darüber einig, dass großer Handlungsbedarf für die Digitalisierung innerhalb der Branche besteht. Vor allem sollte dies im Zusammenschluss mit der Bauwirtschaft geschehen, weshalb auch seitens Bauwirtschaft Vertreter:innen mit zu den Arbeitskreissitzungen eingeladen waren. 

Eine Vielzahl an Sitzungen mündete dann am 09.03.2022 in eine Informationsveranstaltung, zu der alle Fachgruppen eingeladen wurden. Dort haben unterschiedliche IT-Anbieter ihre digitalen Anwendungen vorgestellt. 

Im Sinne des Informationsaustausches konnte somit der erste Arbeitsauftrag des Arbeitskreises erfolgreich umgesetzt werden. Das Thema Digitalisierung ist aber längst nicht abschließend diskutiert.

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Arbeitskreis Feinsedimentthematik

Die ISTE-Mitgliedsfirmen der Fachgruppe Sand und Kies unterstützen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beim Projekt: „Verbesserung der Ökobilanz von Baustoffen im Gebäudesektor durch nachhaltige Nutzung von Nebenprodukten mineralischer Stoffströme: Das Potential mineralischer Feststoffsuspensionen" mit der Bereitstellung von Probenmaterial. Das Forschungsprojekt (gefördert durch Zukunft Bau, Bundesministerium und BBSR) hat das Ziel, das Potential zur Steigerung der Ressourcenproduktivität, die Sicherung der Ressourcenabbauwürdigkeit durch Vermeidung der Rückführung von mineralischen Feststoffsuspensionen und die Verringerung der Flächeninanspruchnahme in den Vordergrund zu stellen. Aktuell läuft die Durchführung der Beprobungskampagne durch das KIT.

Weiterführende Informationen können auf der Homepage von Zukunft Bau unter der Projektnummer 10.08.18.7-21.08 eingesehen werden.

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Technische Forschung
Stand des AiF-MIRO-Forschungsprojektes "Neubewertung von AKR-Prüfmethoden"

Das Forschungsprojekt „Erweiterung der Datenbasis sowie des Bewertungshintergrundes zur Beurteilung von Gesteinskörnungen bezüglich der Alkali-Kieselsäure-Reaktivität mit dem 60°C-Betonversuch und einer alternativen Schnellprüfmethode" endet im Juni 2022. Bereits am 17.05.2022 stellte Herr Dr. Weisheit, Mitarbeiter der MFPA Weimar (Forschungsnehmer), dem Wissenschaftlichen Beirates der FG MIRO Ergebnisse aus den verschiedenen Untersuchungen vor. Die Ergebnisse des 60°C-Betonversuchs und der alternativen Schnellprüfmethode (IFB-Komplexprüfmethode) wurden mit den Ergebnissen der Referenzprüfmethode (40°C-Nebelkammerlagerung) verglichen. Aus diesen Vergleichen sollen vor allem Rückschlüsse auf die Einstufung durch den 60°C-Betonversuch gezogen werden. Da der Versuch mit seinem Grenzwert von 0,3 mm/m als “sehr scharf” einzustufen ist. Bei der IFB-Komplexprüfmethode erhoffen sich alle Beteiligten eine alternative Prüfung, die vor allem durch eine kurze Prüfzeit besticht.  

Eine Abschlussbesprechung des gesamten Forschungsprojektes fand am bereits 02.06.2022 in Weimar als Präsenzsitzung statt. Hier konnten sich die Mitarbeitenden des Projektbegleitenden Ausschusses auch die Labore und geprüften Probekörper anschauen. Der Abschlussbericht wird aktuell verfasst. Den Mitgliedsfirmen, die sich an dem Projekt mit Proben beteiligt haben, werden über ihre Ergebnisse zeitnah (nach Berichtslegung) in Kenntnis gesetzt. Bereits an dieser Stelle gilt Ihnen ein herzlicher Dank für die Teilnahme am Forschungsprojekt.

 

 

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Euroschotter-Tagung 2021

in Neuhofen an der Ybbs, Österreich

Nach pandemiebedingter Pause 2020 freute sich unser österreichischer Schwesterverband in diesem Jahr den Branchentreff der Schotterproduzenten aus Bayern, Baden-Württemberg, der Schweiz und Österreich fortzuführen.

Nach kurzweiligen Impulsvorträgen zum politischen Willen nach mehr Recycling und zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft, folgten Fachvorträge zu technischen und umweltrelevanten Anforderungen an Recyclingbaustoffe und zu den Rohstoffstrategien der Länder. Intensiven Diskussionen und eine beeindruckende Werksbesichtigung im Hause Bernegger GmbH machten die Tagung zu einem besonderen Erlebnis.

Die Euroschotter-Tagung fand am 2. und 3. September 2021 in Neuhofen an der Ybbs statt. Im Alexandra-Stollen der Firma Bernegger, einer ehemaligen Radlader-Garage, fand die Fachtagung abends ihren gemütlichen Ausklang.

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11. Baustoff-Technik-Tag am 8. Februar 2022

Fachforum präsentierte Zukunftsthemen von Straßenbau bis Nachhaltigkeit

Auch der 11. Baustoff-Technik-Tag des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) fand nochmals im Online-Format statt. Trotzdem gab es wieder einen bunten und reichhaltigen Strauß an Themen rund ums Bauen. Mehr als 70 zugeschaltete Gäste aus Unternehmen, Verwaltung, Politik und Wissenschaft konnten sich über Aktuelles aus der Branche informieren: vom Straßenbau über die Ersatzbaustoffverordnung bis hin zu neuen Produkten und Nachhaltigkeitsthemen. Blicke in die Zukunft auf einem inzwischen traditionellen Fachforum zu Beginn eines jeden Jahres.

Oliver Mohr, Vizepräsident des ISTE, lobte denn auch die Treue der Teilnehmer:innen zum Baustoff-Technik-Tag: „Seit über einem Jahrzehnt bieten wir hier eine Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Experten." Mohr unterstrich die Bedeutung der Rohstoffindustrie für den Infrastrukturbau, den Wohnungsbau und für die Energiewende: „Leider haben noch nicht alle verstanden, dass für dies alles mineralische Rohstoffe nötig sind und deshalb Abbaustätten erweitert werden müssen", stellte er fest.

Einen „Querbeet-Technik-Tag, bei dem man über den Tellerrand hinausblickte" nannte ISTE-Referent Dr. Michael Aufrecht abschließend diesen Baustoff-Technik-Tag, den er zusammen mit seiner Kollegin Daniela Budach moderierte.

Auch der 11. Baustoff-Technik-Tag des ISTE fand als Online-Veranstaltung statt.

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Forderungen an die Politik
  • Ausschreibungen produktneutral gestalten
  • Vertragsbedingungen des Landes so gestalten, dass heimische Baustoffe effizient verwendet werden können
  • Standardabbau im Straßenbau nicht zu Lasten der Dauer-haftigkeit; neue Bauweisen wissenschaftlich begleiten
  • Kompetenznachweis und Weiterbildung durch Einschaltung von privaten Ingenieurbüros durch den/die Auftraggeber sicherstellen
  • Ausreichend Personal für Ausschreibung und Überwachung in den zuständigen Baureferaten und Straßenfachbehörden bereitstellen
  • Berücksichtigung von heimischen und regionaltypischen Naturwerksteinen (verhindert ökologisch unsinnige Transporte von Übersee und fragwürdige soziale und ökologische Produktionsbedingungen in Drittweltländern)

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Transportbeton und Betonpumpen – Entwicklungen und Aktivitäten

Die Fachgruppe Transportbeton und Betonpumpen   Zum Artikel

Leistungsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit   Zum Artikel

Vielfältige Formate für Aus- und Weiterbildungsangebote   Zum Artikel

Neue Betonnorm und Verwaltungsvorschift Techn. Baubestimmungen   Zum Artikel

Besondere Betonanwendungen   Zum Artikel

Mitwirkung bei Projekten und ausgewählte Einzelthemen aus der Arbeit des BTB/FTB   Zum Artikel

InformationsZentrum Beton GmbH (IZB)   Zum Artikel


Die Fachgruppe Transportbeton und Betonpumpen

Unsere Fachgruppe Transportbeton ist im Netzwerk des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie sowie mit den Fachgruppen der angrenzenden Bundesländer eng verknüpft. Kurze Informationswege und gute Kenntnisse der regionalen Märkte bestimmen unser Handeln. Wir stehen für Fragestellungen von der Planung, Lieferung, Einbau bis hin zur Nutzung und dem Rückbau von Betonbauwerken sowie zur Darlegung der Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität beim Bauen mit Beton nimmt der Wohnungsbau derzeit eine Vorreiterrolle ein. Hierbei hat wegen der CO2-Minimierung die Entwicklung einer neuen Bindemittelgeneration eine besondere Rolle. Gleichzeitig werden durch die Reaktivierung und Intensivierung der Erzeugung von Strom durch Kohlekraftwerke große Flugaschemengen erzeugt, die wiederum in die Betonproduktion Eingang finden.

Insbesondere im Infrastrukturbau werden durch Verwendung von robustem Beton über eine möglichst lange Lebensdauer (> 100 Jahre) hervorragende Nachhaltigkeitsaspekte erfüllt.

Die Einsparung von Energie bei der Betonherstellung und beim Transport sowie Übergabe des Betons auf der Baustelle ist unmittelbare Aufgabe der Transportbetonindustrie. Hierbei wird an innovativen Mischern wie an Hybrid- oder Elektroantrieben der Arbeitsmaschinen (Betonfahrmischer sowie Betonpumpen) intensiv gearbeitet.

Neben den umfangreichen Ausbildungsinitiativen z.B. für Betonprüfer und Betontechnologen, Fragestellungen rund um die Verfügbarkeit insbesondere natürlicher oder rezyklierter Gesteinskörnungen sowie Bindemittel für Beton, sind es insbesondere auch die Dienstleistungen der Transportbetonindustrie für die Bauwirtschaft, die immer wichtiger werden. Im Wettbewerb zur Holz- oder Stahlbauweise schaffen multifunktionale Betonoberflächen (z.B. Sichtbeton, wasserundurchlässiger Beton, Betonfahrbahndecken), höchste Standsicherheit über die gesamte Lebensdauer auch bei extremen Belastungen (z.B. Brand, Verkehrslasten) oder Flexibilität beim Bauen im Bestand eindeutige Vorteile. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Lieferkette bis hin zur bereits mit 3-D-Betondruckverfahren gebauten Wohngebäuden auf der Baustelle können die heute knappen Personalressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Unsere Mitgliederversammlung der Fachgruppe fand am 31.05.2022 in Breisach in Präsenz mit den Berichten des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie sowie des Informationszentrums Beton statt. Somit konnten alle Beschlüsse gefasst werden und die Mitglieder waren auf Augenhöhe informiert.

Entwicklungen bei Betonfahrmischern und Betonpumpen

Neben vollelektrischen und gasbetriebenen LKW sind auch Hybridfahrzeuge mit batterieelektrischem oder vollelektrischem Antrieb der Arbeitsmaschine (Trommel bzw. Pumpe) in der Entwicklung oder bereits verfügbar. Weiterhin sind aufgrund Leichtbaumaßnahmen durch Gewichtseinsparungen bei Chassis und Aufbauten weitere Effizienzsteigerungen möglich. Über unsere Abteilung Betonpumpen begleiten wir diese Entwicklung aktiv mit.

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Leistungsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit

Aus regional verfügbaren Rohstoffen wird Beton für Generationen angemischt. Bestmöglicher Materialeinsatz im Bauwerk bei kontinuierlicher Reduzierung von Emissionen – z.B. durch Einsatz von Hybrid-Arbeitsmaschinen und Digitalisierung …

 

Nachhaltiges Wirtschaften in der Zement-, Rohstoff- und Betonindustrie

Beton ist ein Baustoff, der auf unterschiedlichsten Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllt. Das beginnt bei der Wahl ressourcenschonender Ausgangsstoffe (z.B. klinkereffiziente Zemente und regionale Gesteinskörnungen) sowie der Wiederverwendung von Anmachwasser oder aus Betonbruch aufbereiteter Gesteinskörnung. Die Belieferung der Herstellwerke erfolgt auf kurzen Transportwegen. Bei der Herstellung in den Betonwerken kommen heute ressourcenschonende und energieeffiziente Misch- und Fördertechniken zum Einsatz – bis hin zu Eigenstrom aus erneuerbaren Energien und Hybrid-Antrieb der LKW. Zwischenzeitlich stehen in der Gremienarbeit auf Bundesebene die tatsächlichen CO2-Emissionen im Betonbau auf der Agenda. Der VDZ hat hierzu die Studie „Dekarbonisierung von Zement und Beton – Minderungspfade und Handlungsstrategien/CO2-Roadmap für die deutsche Zementindustrie“ publiziert.

Die Einstufung und Darlegung über das Concrete Sustainability Council (CSC) verfolgt das Ziel, die Transparenz nachhaltigen Handelns innerhalb der Betonindustrie zu erhöhen, um den Baustoff Beton als ein wichtiges und nachhaltiges Bauprodukt hervorzuheben. Dies ist in der DGNB-Systematik verankert. Die Zertifizierung erfolgt in den Kategorien Management, Umwelt, dem sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit sowie in den Kategorien Ökonomie und Produktkette. Nähere Informationen unter www.csc-zertifizierung.de

 

Alternative Rohstoffquellen
Marktpotential für Sand mit erhöhten Feinanteilen

Mit der TU München und der Universität Stuttgart als Forschungsnehmer soll im Rahmen eines AIF-Forschungsvorhabens untersucht werden, inwiefern eine Erhöhung der Feinanteile gerechtfertigt ist (Grenzwert bislang 3 M.-%). Nach zukünftiger EN 12620 sind höhere Einstufungen möglich, die Unbedenklichkeit erhöhter Feinanteile kann aber bislang technisch nicht nachgewiesen werden.

Verwendung von rezykliertem Betonbrechsand

Der neue Entwurf der Betonnorm sieht eine Verwendung bis 20 Vol.-% vor.

Nachhaltigkeitsaspekte bei Innenbauteilen aus Beton im Hochbau

Basierend auf dem Performanceansatz sollen geeignete, angemessene Gesteinskörnungen und Bindemittel zu Einsatz kommen. Im Einzelfall soll von „Regelanforderungen“ abgewichen werden.

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Vielfältige Formate für Aus- und Weiterbildungsangebote

Ob digital oder in Präsenz zur Qualifizierung von Quereinsteiger:innen oder für Aufstiegsfortbildungen bis hin zum Meister: für die Gewinnung guter Fachkräfte bieten wir berufsbegleitend maßgeschneiderte Formate für Labor- und Werkpersonal an

 

Wir betreiben vielfältige, umfassende Ausbildungs- und Nachwuchsarbeit und arbeiten auf Landesebene aktiv beim Ausbildungsprogramm der ARGE Beton mit, deren Träger die Bauwirtschaft Baden-Württemberg, das InformationsZentrum Beton, der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein, der Fachverband Beton- und Fertigteilwerke sowie der ISTE Baden-Württemberg sind.

Unsere Präsenz-, Online- und Hybrid- Veranstaltungen waren mit ca. 500 Teilnehmern sehr gut besucht und behandelten Themen wie Basiswissen Beton, Ressourcenverfügbarkeit und Nachhaltigkeit, WU- und Faserbeton, Leichtbeton, Bemessung und Betontechnologie, Pumpfähigkeit von Beton, Betontreppen, Bewertung der Druckfestigkeit im Bauwerk, erfolgreicher Einsatz von Betonzusatzmitteln, werkseigene Produktionskontrolle - inklusive Schnittstellen zu Abnehmern sowie Neuerungen der Regelwerke u.v.m.
Die ARGE-Lehrgänge werden vom Europäischen Sozialfonds über das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg bezuschusst. Somit ergab sich je nach Förderungsstufe eine Reduzierung der Teilnehmergebühr zwischen 30 % und 50 %.

Auf Bundesebene bündelt die Plattform „BetonWissen" das Weiterbildungs- und Informationsangebot des Bundesverbandes Der Deutschen Transportbetonindustrie. Inhalte von „BetonWissen" sind die Bereiche „BTB-Lernplattform", die Qualifizierungsplattform „BetonQuali", die Kategorie „BTB im Netz" sowie das besondere Format der „BTB-Fahrerschulung". Vielfach sind Ausbildungen in Teilzeit möglich und werden erheblich finanziell gefördert. Die Nutzung digitaler Medien unterstützt ein selbstorganisiertes, flexibles Lernen – integriert in den beruflichen Alltag.

BTB Fahrerschulung unter www.betonwissen.de

Aktuell und kompakt einschließlich Lernzielkontrolle sind die Anforderungen an Personal und Fahrmischer gebündelt und leisten einen wichtigen Beitrag zur qualitätsgerechten Belieferung der Abnehmer mit Transportbeton. Die Norm fordert diese Pflichtschulung im Abstand von maximal 36 Monaten.

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Neue Betonnorm und Verwaltungsvorschift Techn. Baubestimmungen

Bauen ist Ländersache. Im Schulterschluss mit unserem Bundesverband der Deutschen Tranportbetonindustrie kümmern wir uns um die Anwendung der Betonnormreihe DIN 1045 wie auch um die BetonBauQualitätsaspekte (BBQ).

 

Sachstand der Bearbeitung der neuen Betonnorm DIN 1045 ff

In anderen EU-Mitgliedsstaaten gilt vielfach unmittelbar die neue DIN EN 206: 2021-06. In Deutschland liegt das neue Normenpaket DIN 1045 als Gelbdruck zur Stellungnahme vor. Die Einführung ist im Jahr 2023 geplant.

Zur Ermittlung der Klasseneinstufung in Betonbauqualitätsklassen BBQ werden Kategorien eingeführt, die die jeweiligen Anforderungen an Planung, Bauausführung und Baustoffe innerhalb der einzelnen Bereiche abbilden: Planungsklassen, Betonklassen und Ausführungsklassen mit den jeweiligen Einstufungen in NORMAL, ERHÖHT und SPEZIELL. Die Einstufung kann entweder bauteil- oder bauwerksbezogen erfolgen. Aus der höchsten Kategorie leitet sich die Festsetzung der BBQ-Klasse ab.

 

Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums und des Wirtschaftsministeriums über Technische Baubestimmungen (Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen − VwV TB)

Die VwV TB ersetzte die nach ehemaligem Bauordnungsrecht bekannt gemachte Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB) und die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) bekannt gemachte Bauregellisten A. Die VwV TB konkretisiert die in der baden-württembergischen Landesbauordnung (LBO) verankerten Grundanforderungen an bauliche Anlagen, Bauprodukte und andere Anlagen und Einrichtungen. Sie umfasst Regeln zur Standsicherheit baulicher Anlagen sowie zum Brandschutz, zum Wärmeschutz, zum Schallschutz, zum Gesundheitsschutz, zum Umweltschutz und zu den Planungsgrundlagen. Trotz unserer Intervention hat die Oberste Bauaufsicht Baden-Württemberg die aktuell geltende VwV Technische Baubestimmungen immer noch nicht eingeführt.

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Besondere Betonanwendungen

Transportbeton für hochbelastete Straßenkreuzungen, Pumpbeton für den Ingenieurbau oder zementgebunde Verfüllbaustoffe für die Energiewende – innovative Bauverfahren schaffen wirtschaftliche Lösungen ...

 

Einsatz von Transportbeton im kommunalen Straßenbau -
Erschließung neuer Märkte

Kreisverkehre, Busspuren und Straßenkreuzungen aus Transportbeton haben sich bei hohem Verkehrsaufkommen bewährt. Der Mehraufwand bei Planung und Bau macht sich gegenüber Asphalt über die deutlich verlängerte Nutzungsdauer bezahlt. Umfassende Forschungsvorhaben haben gezeigt, dass bei kommunalen Verkehrsflächen aus Beton ein weit geringeres Potential einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktivität besteht und somit angepasste Regelanforderungen für die Betonzusammensetzung abzuleiten sind.

Hilfestellungen bieten die FGSV-Merkblätter „Verkehrsflächen aus Beton".

 

Flüssigboden als zeitweise fließfähiger, selbstverdichtender Verfüllbaustoff
aus Böden und Baustoffen (ZFSV)
Die Verwendung von Flüssigboden ist ein innovatives Verfahren für den Bau der Leitungstrassen für die Energiewende und den kommunalen Infrastrukturbau. Dieser Baustoff ermöglicht neue und flexible Bauweisen im Tief- und Leitungsbau und besteht aus einem Gesteinskörnungsgemisch, Bindemittel und Wasser. Vorteilhaft ist die hohe und gleichmäßige Einbaugeschwindigkeit gegenüber Füllboden, optimale Verdichtung auch unterhalb von Leitungspaketen zur Vermeidung von Schäden durch Setzung sowie der geringe Geräte- und Personaleinsatz auf der Baustelle. Verschiedene Zusammensetzungen erlauben eine Wiederhaushubfähigkeit von leicht (Spaten) bis schwer (nur mit Geräteeinsatz). Lieferung und Eignungsnachweis erfolgen durch die regionalen Transportbetonwerke, eine Zertifizierung der Produkte kann über den Baustoffüberwachungs- und Zertifizierungsverband BÜV-ZERT erfolgen.

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Mitwirkung bei Projekten und ausgewählte Einzelthemen aus der Arbeit des BTB/FTB

 

  • Dekarbonisierung der Betonbauweise, Erstellung von Öko-Bilanzen, Darlegung innerhalb des Concrete Sustainability Council (CSC)
  • Arbeitskreise befassen sich mit „Betonieren bei hohen Temperaturen" und den Auswirkungen auf Frisch- und Festbetoneigenschaften. Der neue Zielwert soll von 30 °C auf 35 °C erhöht werden. Zur Lieferberechtigung ist eine erfolgreich abgeschlossenen erweiterte Erstprüfung erforderlich.
  • Das Forschungsvorhaben „Digitales Bauen – Großformatiger 3D-Druck mit Transportbeton" auf der Baustelle ist auf einem erfolgreichen Weg. Speziell die maschinenbautechnische Adaption des Druckkopfes an der Betonpumpe ist Gegenstand laufender Forschungen. Erste Wohngebäude sind bereits als Leuchtturmprojekte errichtet worden.
  • Erstmalige Auslobung eines Wettbewerbes für Arbeitssicherheit (gegliedert in Kategorien je nach Unternehmensgröße)
  • Die Abteilung Betonpumpen in der Fachgruppe Transportbeton befasste sich im Rahmen der Regionalveranstaltungen (Fachgruppen der Industrieverbände Rheinland-Pfalz/Hessen, Bayern und Baden-Württemberg) sowie beim bundesweiten Erfahrungsaustausch u.a. mit dem AIF Forschungsvorhaben „Sichere Betonförderung – Pumpbarkeit und Pumpstabilität": Verfügbarkeit des Prüfgerätes SLIPER und Feld-Pumpversuche (Testlauf und Präzision, Standardisierung/Normung Änderungen des Prüfgeräteaufbaus) sowie Handlungsanleitung für Betonprüfer. Ferner waren u.a. die Themen DGUV Branchenregel 113-604: Teil 3 Betrieb von Betonpumpen, den Umgang mit Abstandsregelungen zu elektrischen Leitungen sowie Rechtspflichten bei der Auswahl des Aufstellortes von Bedeutung.
 

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InformationsZentrum Beton GmbH (IZB)

Die Ausrichtung des Markendachs Beton unter der Federführung des IZB umfasst u.a. die Bereiche E-Learning mit der Beton web.akademie einschließlich dem Campusbereich für Hochschulen und die Fortschreibung und Herausgabe der Umweltproduktdeklarationen für Beton. Neben technischen Informationen in den Web-Seminaren und den umfangreichen Marketingaktivitäten steht die Nachhaltigkeit im Fokus. Entlang des „Green Deal“ der EU-Kommission und der Verpflichtung zur Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 unterstützt das IZB die Zement- und Betonindustrie bei der Darlegung der Effizienzverbesserung bei Betonherstellung und im Betonbauwerk. Hierzu leisten auch die Universität Stuttgart mit dem Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren (ILEK) sowie ihrer Materialprüfungsanstalt (MPA) wie auch das KIT in Karlsruhe einen herausragenden Beitrag.

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