Technik und Normung

»Die Umsetzung unserer Bauaufgaben lässt sich nur mit heimischen Rohstoffen, die unter höchsten Standards gewonnen und aufbereitet werden, verwirklichen. Neben Verfahrensbeschleunigung und Bürokratieabbau sind produktneutrale Ausschreibungen hierfür wichtige Voraussetzungen.«

Michael Peter, Hermann Peter KG, Rheinau, Vorsitzender der Fachgruppe Sand und Kies


Dafür stehen wir:

Eine der wesentlichen Aufgaben der Abteilung Technik im ISTE ist es, Normen, technische Regelwerke und Umweltstandards aktiv mitzugestalten, sodass die Produkte der heimischen Steine- und Erdenindustrie sowie die daraus hergestellten Bauprodukte auch weiterhin uneingeschränkt verwendet werden können. Dazu gehört die kompetente technisch-wissenschaftliche Betreuung bei Produktion, Marktzutritt und Verwendung von Baustoffen. Ein interdisziplinäres Team von von Ingenieur- und Geowissenschaftler:innen sowie Baustoffprüfer:innen entwickelt organisationsübergreifend qualifizierte, praxisnahe und effiziente Konzepte. Die Erfahrungen aus der Praxis werden in neuen oder aktualisierten Regelwerken berücksichtigt. Umsetzungshilfen für die Anwender werden bereitgestellt. Ein umfassendes Schulungsangebot für die Produzenten sowie die individuelle Beratung in technischen Fragen runden das Leistungsspektrum ab. Der ISTE setzt sich für vergleichbare und praxisgerechte Marktvoraussetzungen ein. Technische Lieferbedingungen für primäre und sekundäre Baustoffe dürfen sich ausschließlich am Verwendungszweck orientieren.

Aktive Mitarbeit in den entscheidenden Gremien sichert mittel- und langfristig unseren Marktzutritt

Um den Marktzutritt sicherzustellen, arbeiten ehrenamtliche Unternehmensvertreter und ISTE-Mitarbeiter:innen in Normungsgremien mit und bringen so ihren Sachverstand und Erfahrungen ein. Dies ist deshalb für die Baustoffindustrie wichtig, weil die Orientierung der Mitarbeiterstruktur der technischen Gremien aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, Ingenieurbüros und Wissenschaft nicht regionalspezifisch ist, sodass die Auswirkungen von neuen Prüfverfahren oder Anforderungskriterien von den Ausschüssen nicht immer zutreffend eingeschätzt werden. 

Durch die aktive Mitarbeit der Fachgruppen und personelle Vernetzung in die Unternehmen werden Märkte gesichert, neue Verwendungsmöglichkeiten und Innovationen geschaffen. Der ISTE vertritt direkt sowie indirekt über die Bundesverbände die Interessen seiner Mitglieder in den europäischen Gremien und nationalen Spiegelausschüssen. 

Über seine Fachgruppen Sand und Kies, Naturstein, Transportbeton sowie Recycling-Baustoffe und Boden wirkt der ISTE in den technischen Gremien des Deutschen Institutes für Normung (DIN), der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) mit. 

Die wesentlichen Gremien der FGSV für den Bereich Straßenbau, in denen der ISTE vertreten ist, sind beispielhaft folgende:

  • Arbeitsgruppe 5: Erd- und Grundbau
  • Arbeitsgruppe 6: Gesteinskörnungen, ungebundene Bauweisen
  • Arbeitsgruppen 7 und 8: Asphalt- und Betonbauweisen

Darüber hinaus arbeiten wir mit Unter-stützung des Ehrenamts in den technischen Gremien unserer Bundesverbände Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs), Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO), Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e.V. (BTB) und Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. (BRB) mit. 

Weil neue Europäische Normen in das nationale Regelwerk umgesetzt und bestehende Normen überarbeitet werden müssen, ist die permanente Mitwirkung der Landesverbände in den Gremien bei der Aktualisierung und Fortschreibung des Regelwerks für die Sicherstellung des Marktzugangs entscheidend.

Landesspezifische geologische Voraussetzungen müssen bei der Normung berücksichtigt werden

Über die Fachgruppen werden Prüfdaten von Gesteinskennwerten ermittelt, gesammelt, ausgewertet und in die Fortschreibung der Regelwerke für Gesteinskörnungen, Baustoffgemische, Asphalt und Beton in die entscheidenden Gremien eingebracht. Der ISTE arbeitet hierzu eng mit folgenden Organisationen zusammen: BÜV-ZERT, Baustoffprüfgesellschaft mbH, Güteschutz Naturstein, QRB und ARGE Beton.

So kann für die Unternehmen sichergestellt werden, dass Baustoffe aus Baden-Württemberg mit den spezifischen geologischen Eigenschaften dauerhaft in einem möglichst breiten Anwendungsspektrum verwendet werden können. Dadurch können regionale Rohstoffvorkommen umweltfreundlich und wirtschaftlich in der Nähe der Gewinnung verwendet werden. Weite Transportwege und unnötige Kosten werden vermieden.

Bei komplexeren Fragestellungen führen die Fachgruppen eigene Forschungsvorhaben durch. Dabei spielen Langzeiterfahrungen und Praxiserprobung unter realistischen Einsatzbedingungen eine wesentliche Rolle.

Der ISTE pflegt den fachlichen Austausch mit Hochschulen, Materialprüfungsanstalten und der Verwaltung. 

Bei unvollständigen oder falschen Ausschreibungen von Baustoffen bietet der ISTE im konkreten Fall seinen Mitgliedern individuelle Beratung und Unterstützung.

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Gesteinsbaustoffe – Entwicklungen und Aktivitäten

Technische und umweltrelevante Rahmenbedingungen für den Marktzugang   Zum Artikel

Arbeitskreis Ausschreibungen   Zum Artikel

Arbeitskreis Feinsedimentthematik   Zum Artikel

Technische Forschung - Stand des AiF-MIRO-Forschungsprojektes "Neubewertung von AKR-Prüfmethoden"   Zum Artikel

Forderungen an die Politik   Zum Artikel


Technische und umweltrelevante Rahmenbedingungen für den Marktzugang
Europäische Normung und Technische Lieferbedingungen für Gesteinskörnungen und ungebundene Gemische – Stand der Bearbeitung 

Im Frühjahr 2021 wurden die überarbeiteten Entwürfe der harmonisierten Produktnormen für Gesteinskörnungen (EN 17555; früher: EN 12620, EN 13043, EN 13139, EN 13242, EN 13450 und EN 13383) erneut an die Consultants der EU-Kommission (KOM) gesandt. Gleichzeitig wurden die Entwürfe dem CEN zur Stellungnahme und Abstimmung in den Mitgliedsstaaten vorgelegt. Die endgültigen Entwürfe werden durch die zuständigen Ausschüsse des DIN und des CEN nach Sichtung und ggf. Berücksichtigung der eingegangenen Kommentare finalisiert.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen zur Überarbeitung der EU-BauPVO ist jedoch nicht absehbar, ob die Normenentwürfe derzeit von der KOM im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht werden können. Somit bleibt der Normenstau vorerst bestehen.

Seitens KOM steht einer Veröffentlichung juristisch einwandfreier Normenentwürfe zwar nichts im Wege. Mit dem Blick auf die Erfahrungen der letzten Jahre, scheint dies jedoch nicht in greifbarer Nähe zu rücken.

Der zuständige technische Ausschuss des CEN wird bei seiner Vollversammlung im Oktober 2021 entscheiden, ob das Normenpaket nach Sichtung der Kommentare zur offiziellen europäischen Abstimmung eingereicht wird. Sollte die KOM nicht klar signalisieren, die Normen im EU-Amtsblatt zu veröffentlichen, wird das Paket voraussichtlich zunächst auf Eis gelegt.

 

Gleichermaßen hängt die Bearbeitung der Systematik zur Umweltdeklaration von mineralischen Bauprodukten vom Überarbeitungsstand der EU-BauPVO ab. Der Ankündigung der EU KOM vor einem Jahr, "hoheitliche" Themen, wie zum Beispiel die Umsetzung der Grundanforderung 3 der EU-BauPVO bezüglich der umweltrelevanten Merkmale nicht mehr allein den Normungsgremien zu überlassen, sondern selbst zu regeln, sind bisher keine Taten gefolgt.

Die beiden CEN-Laborverfahren zur Bewertung der Freisetzung gefährlicher Stoffe aus Bauprodukten und der Leitfaden zur Auswahl der geeigneten Labormethoden befinden sich nach erfolgreicher Validierung aktuell in der Endabstimmung und werden im Jahr 2021 als endgültige DIN/EN-Normen veröffentlicht. Weiterhin werden in enger Abstimmung zwischen CEN TC 351 und Produkt TCs die Vor- und Nachteile verschiedener Konzepte zur Umsetzung der Umweltdeklaration in harmonisierten Produktnormen diskutiert. Verschiedene Untersuchungskampagnen, allen voran des ISTE, zeigen, dass naturgemäß nicht alle Gesteine und Sedimente im Feststoff und Eluat alle Grenzwertkriterien der EU-Mitgliedsstaaten für die in der so genannten "Indicative List" der EU geführten Stoffe und Parameter einhalten können. Unabhängig davon, ob in Deutschland zukünftig für die Bewertung, die so genannten Geringfügigkeitsschwellenwerte im Eluat aus dem vorsorgenden Grundwasserschutz, die Bodenvorsorgewerte im Feststoff aus dem vorsorgenden Bodenschutz oder die deutlich höheren Materialwerte für die Klassifizierung von mineralischen Ersatzbaustoffen (z.B. RC-Baustoffe) nach der nun verabschiedeten MantelV aus dem Abfallrecht herangezogen werden, kann es bei der einen oder anderen natürlichen Gesteinskörnung zu geringfügigen Grenzwertüberschreitungen kommen. Auch andere Landesverbände untersuchen derzeit Gesteinsproben. Die Ergebnisse sollen durch den MIRO-Arbeitskreis "RDS" zusammengeführt werden.     

Auf nationaler Ebene wurde mit den Allgemeinen Rundschreiben Nr. 23/2020, 24/2020 und 25/2020 des BMVI zu Beginn des Jahres 2021 die überarbeiteten Ausgaben 2020 der Regelwerke TL SoB-StB 20, TL G SoB-StB 20 und ZTV SoB-StB 20 veröffentlicht. Die neuen Ausgaben lösen die Ausgaben 2004/Fassung 2007 ab.

Im Sinne der TL SoB-StB sind Böden nach DIN 18196 als Baustoffgemische weiterhin Gegenstand des Regelwerkes. Neu aufgenommen wurden Baustoffgemische für sogenannte „selbsterhärtende Tragschichten" (SET). Dabei handelt es sich um Baustoffgemische aus rezyklierten Gesteinskörnungen mit Betonbrechsandanteilen oder industriell hergestellten Gesteinskörnungen. Diese Bestandteile besitzen latent hydraulische bzw. Nacherhärtungseigenschaften, die zu einer Festigkeitsentwicklung ohne weitere Zugabe eines Bindemittels genutzt werden. Der Typ SET-A zeichnet sich durch besonders hohe (Betonbrech-)Sandanteile ≤ 2 mm in Höhe von 36 bzw. 38 bis zu 70 M.-% aus. Für SET-B gelten die gleichen Anforderungen hinsichtlich der Korngrößenverteilung einschließlich Toleranzen wie für KTS/STS. Der Nachweis ausreichender Nacherhärtung beider Typen erfolgt durch Prüfung und Einstufung in unterschiedliche CBR-Klassen. Im Folgenden wird kurz auf die bautechnischen Anforderungen eingegangen.

Die Anforderungen an den Widerstand gegen Zertrümmerung wurden neu gefasst, wobei die Werte unverändert geblieben sind. Grundsätzlich gelten die gesteinstypischen Werte der TL Gestein-StB, Anhang A für die Anwendung in ToB und DoB. Für Schottertragschichten aus RC-Baustoffen müssen unverändert SZ ≤ 28 bzw. LA ≤ 35 und SD ≤ 33 erfüllt werden. Alternativ zur Anforderung SD ≤ 33 darf nun auch der Los-Angeles-Versuch am Schotter durchgeführt werden, für den die Anforderung LA 35/45 ≤ 36 gilt. Für Frostschutzschichten aus RC-Baustoffen müssen die gleichen Werte wie bisher eingehalten werden (SZ ≤ 32 bzw. LA ≤ 40 und SD ≤ 33 bzw. LA 35/35 ≤ 40), hierzu wird aber nun auch auf Anhang A der TL Gestein-StB verwiesen.
Zusätzlich zum Proctorversuch nach DIN EN 13286-2 als Referenzverfahren ist als Alternativverfahren auch das Vibrationshammer-Verfahren nach DIN EN 13286-4 für Laboratoriums-Trockendichte und optimalen Wassergehalt aufgenommen worden. Der erforderliche Wassergehalt für Einbau und Verdichtung wurde von ≥ 90 % auf ≥ 70 % abgesenkt.
Für den Gehalt an Feinanteilen von KTS/STS gilt nun auch die Kategorie UF 3, wenn Grundwasser bis in Höhe des Planums aufsteigen kann und die Kies- oder Schottertragschicht unmittelbar auf dem Planum aufliegt. Hinsichtlich der Korngrößenverteilung wurde bei STS unter Betondecken der Siebdurchgang bei 2 mm einheitlich für alle Baustoffgemische auf 21 bis 28 M.-% zusammengefasst.
Die Baustoffgemische 0/2, 0/4 und 0/5 mm können als FSS unterhalb der oberen 20 cm FSS eingesetzt werden, wenn sie sich regional bewährt haben. Als DoB können nun auch Baustoffgemische mit Größtkorn 5 mm verwendet werden (vorher D ≥ 8 mm).

 

Im Juni 2021 wurde der „Verbände-Leitfaden für die Durchführung der Werkseigenen Produktionskontrolle im Rahmen des europäischen Verfahrens zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit von Gesteinskörnungen im System 2+“ (VL Gestein 2021) nach intensiver Überarbeitung veröffentlicht. Der Verbände-Leitfaden stellt die Aktualisierung der sogenannten „Verbände-Empfehlung“ dar, die im Jahr 2004 von den damaligen Gesteinsverbänden herausgegeben wurde. Wesentlicher Inhalt der Empfehlung ist die freiwillige Einbeziehung anerkannter Prüfstellen bei der werkseigenen Produktionskontrolle von Gesteinskörnungen für die Anwendungsbereiche, die unter harmonisierte Produktnormen (=verpflichtende CE-Kennzeichnung) fallen. Nach dem dort anzuwendenden sog. „System 2+“zur Güteüberwachung sind Produktprüfungen durch fremdüberwachende Prüfstellen nicht mehr vorgesehen. Die Straßenbaubehörden hatten damals erwogen, Wareneingangsprüfungen in das Vertragsregelwerk einzuführen. Dies konnte durch die freiwillige Selbstverpflichtung der MIRO-aktuell Seite 11 Nr. 67 vom 06.07.2021 Gesteinsindustrie zur Einbeziehung externer Prüfstellen im Rahmen der Verbände-Empfehlung erfolgreich vermieden werden. Die erste Generation der harmonisierten europäischen Normen ist nach wie vor gültig. Eine Vielzahl an Regelwerksentwicklungen machten eine Anpassung des Leitfadens notwendig. Für die betriebliche Praxis ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zur Ausgabe 2004. Zum Beispiel greift der Leitfaden insbesondere die DAfStb-Empfehlung zur freiwilligen Fortführung der Alkali-Richtlinie auf, die zur Schließung der Regelungslücke nach dem Wegfall des „Ü-Zeichens“ für Gesteinskörnungen für Beton formuliert wurde. Die Überarbeitung fand federführend durch MIRO statt. Herausgeber sind die Gesteinsverbände Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. (MIRO), Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK), Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. (BRB) und Fachverband Eisenhüttenschlacken e.V. (FEhS). Als Mitträger fungieren der BÜV BauPro, die GG-CERT und das FEhS-Institut.

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Arbeitskreis Ausschreibungen

Der Arbeitskreis konnte zum Jahresende 2020 seine Ergebnisse zum Themenpunkt „Erstellung von produktneutralen Ausschreibungstexten" im Anwendungsbereich „Schichten ohne Bindemittel" so weit zusammenführen, dass die Textentwürfe in der Papierfassung finalisiert werden konnten. Diese Mustertexte werden derzeit mit einem jungen Start-up Unternehmen aus der Digitalisierungsbranche im Rahmen eines NDA (non-disclosure agreement) intensiv besprochen. Hierbei wurden bereits kreative Ideen zur Umsetzung, zum Anwendungsfeld potenzieller Nutzer:innen, zur Verfügbarkeit und zur Einbindung in mögliche andere digitale Apps zusammengetragen. In einem geplanten Kooperationsvertrag sollen diese Ideen modern und dem digitalen Wandel entsprechend umgesetzt werden.

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Arbeitskreis Feinsedimentthematik

Im Rahmen der Aktivitäten des Arbeitskreises Feinsedimentthematik wurden seenphysikalischen Messungen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 in Form von Frühjahrs- und Herbstmessungen durchgeführt. Nach abschließender Aus- und Bewertung der Ergebnisse zum derzeitigen Stand der Technik fanden vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 und in der ersten Hälfte 2021 Gespräche mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) und mit Mitarbeiter: innen des Instituts für Seenforschung der LUBW statt. In diesen Gesprächen wurden die Ergebnisse vor allem vor dem Hintergrund der generellen Aussagen zur Gestaltung und zum Ausmaß von Flachwasserzonen an Baggerseen (veröffentlicht im Leitfaden zur “Kiesgewinnung und Wasserwirtschaft”, LfU, 2004) diskutiert.

Anlass für die Untersuchung und die Gespräche lagen in den unterschiedlichen behördlichen Anforderungen gemäß den “Empfehlungen für die Planung und Genehmigung des Abbaus von Kies und Sand” des Kiesleitfadens. Mitgliedsunternehmen beklagen die heterogene Auslegung der öffentlichen Hand zunehmend.

Aktuell konnte der ISTE erfolgsversprechende Gespräche mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg führen (UM), bei der die Durchsetzung einheitlicher Regelungen gemäß dem Leitfaden bei den Landratsämtern kommuniziert werden soll.

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Technische Forschung
Stand des AiF-MIRO-Forschungsprojektes "Neubewertung von AKR-Prüfmethoden"

Das Ziel des Forschungsprojektes liegt in der „Erweiterung der Datenbasis sowie des Bewertungshintergrundes zur Beurteilung von Gesteinskörnungen bezüglich der Alkali-Kieselsäure-Reaktivität mit dem 60°C-Betonversuch und einer alternativen Schnellprüfmethode". Das Forschungsvorhaben (Forschungsnehmer ist die MFPA Weimar) läuft seit August 2019 und ist auf eine Laufzeit von 36 Monate festgelegt. Die Probenahme-Kampagne der zweiten Hälfte des Forschungsprojektes konnte für die beteiligten Lieferenten aus Baden-Württemberg bereits Mitte des Jahres 2020 abgeschlossen werden.

Bereits im Oktober 2020 tagte erstmalig der Projektbegleitende Ausschuss. Im Rahmen dieser Sitzung wurden die ersten Ergebnisse in einem Zwischenbericht 2019 (unveröffentlicht) vorgestellt und diskutiert. Untersuchungsgegenstand waren zu diesem Zeitpunkt die untersuchten Proben aus dem Zeitraum 01.07.2019 bis 31.12.2019. Eine abschließende Bewertung der bereits vorhandenen Ergebnisse war jedoch noch nicht möglich, da die Lagerungsdauer der Probeserien noch nicht ausreichend lang war. Eine Tendenz, dass sich die Ergebnisse vorerst in die richtige Richtung entwickeln, zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt auch aus Sicht der Mitglieder des Ausschusses bereits ab. Da sich die die Lieferung der Gesteinskörnungen aus den anderen Bundesländern ebenfalls wesentlich effektiver gestaltete, ist eine kontinuierlichen Abarbeitung der geplanten Arbeitspakete im weiteren Verlauf des Forschungsprojektes sichergestellt.

 

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Forderungen an die Politik
  • Ausschreibungen produktneutral gestalten
  • Vertragsbedingungen des Landes so gestalten, dass heimische Baustoffe effizient verwendet werden können
  • Standardabbau im Straßenbau nicht zu Lasten der Dauer-haftigkeit; neue Bauweisen wissenschaftlich begleiten
  • Kompetenznachweis und Weiterbildung durch Einschaltung von privaten Ingenieurbüros durch den/die Auftraggeber sicherstellen
  • Ausreichend Personal für Ausschreibung und Überwachung in den zuständigen Baureferaten und Straßenfachbehörden bereitstellen
  • Berücksichtigung von heimischen und regionaltypischen Naturwerksteinen (verhindert ökologisch unsinnige Transporte von Übersee und fragwürdige soziale und ökologische Produktionsbedingungen in Drittweltländern)

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Transportbeton und Betonpumpen – Entwicklungen und Aktivitäten

Die Fachgruppe Transportbeton und Betonpumpen   Zum Artikel

Wirtschaftsdaten Transportbeton   Zum Artikel

Effizienz und Nachhaltigkeit   Zum Artikel

Neue Formate für Aus- und Weiterbildungsangebote   Zum Artikel

Neue Betonnorm und Verwaltungsvorschift Techn. Baubestimmungen   Zum Artikel

Besondere Betonanwendungen   Zum Artikel

Abteilung Betonpumpen in der Fachgruppe Transportbeton   Zum Artikel

InformationsZentrum Beton GmbH (IZB)   Zum Artikel


Die Fachgruppe Transportbeton und Betonpumpen

Unsere Fachgruppe Transportbeton ist im Netzwerk des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie sowie mit den Fachgruppen der angrenzenden Bundesländer eng verknüpft. Kurze Informationswege und gute Kenntnisse der regionalen Märkte bestimmen unser Handeln. Wir stehen für Fragestellungen von der Planung, Lieferung, Einbau bis hin zur Nutzung und dem Rückbau von Betonbauwerken sowie für die Darlegung der Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Neben umfangreichen Ausbildungsinitiativen z.B. für Betonprüfer:innen und Betontechnolog:innen sowie Fragestellungen rund um die Verfügbarkeit insbesondere natürlicher oder rezyklierter Gesteinskörnungen für Beton, sind es insbesondere auch die Dienstleistungen der Transportbetonindustrie für die Bauwirtschaft, die immer wichtiger werden. Im Wettbewerb zur Holz- oder Stahlbauweise schaffen multifunktionale Betonoberflächen (z.B. Sichtbeton, wasserundurchlässiger Beton, Betonfahrbahndecken) höchste Standsicherheit über die gesamte Lebensdauer auch bei extremen Belastungen (z.B. Brand, Verkehrslasten) und zeigen eindeutige Vorteile durch Flexibilität beim Bauen im Bestand. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Lieferkette bis hin zu bereits mit 3D-Betondruckverfahren gebauten Wohngebäuden auf der Baustelle können die heute knappen Personalressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Der im Südwesten anhaltende Boom des Wohnungs- und Wirtschaftsbaus, aber auch die Investitionen in Infrastrukturbauten auf Rekordniveau führen zu einer Transportbetonnachfrage auf unverändert hohem Niveau. Auch während der Corona-Pandemie gab es lediglich bei Selbstabholern zeitweise Liefereinschränkungen. Bei über 75 % der Baustoffhersteller war keine oder nur eine geringe Corona-Betroffenheit festzustellen, auch die Produktionskapazitäten blieben stabil oder wurden weiter ausgebaut.

Unsere Mitgliederversammlung 2020 der Fachgruppe fand mit den Berichten des BTB und IZB im Haus der Baustoffindustrie im Hybrid-Modus statt. Somit konnten alle Beschlüsse gefasst werden und die Mitglieder waren auf Augenhöhe informiert.

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Wirtschaftsdaten Transportbeton

Erwartet wird bundesweit die Steigerung der Nachfrage um 3,5 % auf 55 Mio. m³ Transportbeton im Jahr 2020. Weitere Wachstumsraten ab 2021 scheinen unwahrscheinlich, ein Rückgang bei den Baugenehmigungen deutet dies an. Positiv auf die Nachfrageentwicklung wird sich die Liefersicherheit sowie die Beibehaltung der bekannten technischen Regelwerke bei Ausschreibung, Lieferung und Errichtung von Betonbauwerken auswirken.

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Effizienz und Nachhaltigkeit

Aus regional verfügbaren Rohstoffen wird Beton für Generationen angemischt. Bestmöglicher Materialeinsatz im Bauwerk bei kontinuierlicher Reduzierung von Emissionen – z.B. durch Einsatz von Hybrid-Arbeitsmaschinen und Digitalisierung …

 

Nachhaltiges Wirtschaften in der Zement-, Rohstoff- und Betonindustrie

Beton ist ein Baustoff, der auf unterschiedlichsten Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllt. Das beginnt bei der Wahl ressourcenschonender Ausgangsstoffe (z.B. klinkereffiziente Zemente und regionale Gesteinskörnungen) sowie der Wiederverwendung von Anmachwasser oder aus Betonbruch aufbereiteter Gesteinskörnung. Die Belieferung der Herstellwerke erfolgt auf kurzen Transportwegen. Bei der Herstellung in den Betonwerken kommen heute ressourcenschonende und energieeffiziente Misch- und Fördertechniken zum Einsatz – bis hin zu Eigenstrom aus erneuerbaren Energien und Hybrid-Antrieb der LKW. Zwischenzeitlich stehen in der Gremienarbeit auf Bundesebene die tatsächlichen CO2-Emissionen im Betonbau auf der Agenda. Der VDZ hat hierzu die Studie „Dekarbonisierung von Zement und Beton – Minderungspfade und Handlungsstrategien/CO2-Roadmap für die deutsche Zementindustrie“ publiziert.

Die Einstufung und Darlegung über das Concrete Sustainability Council (CSC) verfolgt das Ziel, die Transparenz nachhaltigen Handelns innerhalb der Betonindustrie zu erhöhen, um den Baustoff Beton als ein wichtiges und nachhaltiges Bauprodukt hervorzuheben. Dies ist in der DGNB-Systematik verankert. Die Zertifizierung erfolgt in den Kategorien Management, Umwelt, dem sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit sowie in den Kategorien Ökonomie und Produktkette. Nähere Informationen unter www.csc-zertifizierung.de

 

Alternative Rohstoffquellen
Marktpotential für Sand mit erhöhten Feinanteilen

Mit der TU München und der Universität Stuttgart als Forschungsnehmer soll im Rahmen eines AIF-Forschungsvorhabens untersucht werden, inwiefern eine Erhöhung der Feinanteile gerechtfertigt ist (Grenzwert bislang 3 M.-%). Nach zukünftiger EN 12620 sind höhere Einstufungen möglich, die Unbedenklichkeit erhöhter Feinanteile kann aber bislang technisch nicht nachgewiesen werden.

Verwendung von rezykliertem Betonbrechsand

Der neue Entwurf der Betonnorm sieht eine Verwendung bis 20 Vol.-% vor.

Nachhaltigkeitsaspekte bei Innenbauteilen aus Beton im Hochbau

Basierend auf dem Performanceansatz sollen geeignete, angemessene Gesteinskörnungen und Bindemittel zu Einsatz kommen. Im Einzelfall soll von „Regelanforderungen“ abgewichen werden.

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Neue Formate für Aus- und Weiterbildungsangebote

Ob digital oder in Präsenz zur Qualifizierung von Quereinsteiger:innen wie Aufstiegsfortbildungen bis hin zum Meister: für die Gewinnung guter Fachkräfte bieten wir berufsbegleitend maßgeschneiderte Formate für Labor- und Werkpersonal an

 

Wir betreiben vielfältige, umfassende Ausbildungs- und Nachwuchsarbeit und arbeiten auf Landesebene aktiv beim Ausbildungsprogramm der ARGE Beton mit, deren Träger die Bauwirtschaft Baden-Württemberg, das InformationsZentrum Beton, der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein, der Fachverband Beton- und Fertigteilwerke sowie der ISTE Baden-Württemberg sind.

Unsere Präsenz-, Online- und Hybrid-Veranstaltungen waren mit über 400 Teilnehmer:innen sehr gut besucht und behandelten Themen wie Basiswissen Beton, Ressourcenverfügbarkeit und Nachhaltigkeit, Frischbetonstabilität, Bemessung und Betontechnologie, Pumpfähigkeit von Beton, Haftzugfestigkeiten, Bewertung der Druckfestigkeit im Bauwerk, werkseigene Produktionskontrolle - inklusive Schnittstellen zu Abnehmern sowie Neuerungen der Regelwerke u.v.m.

Das jährlich durchgeführte, zweitägige Seminar „Fortbildung für E-Schein-Inhaber und Betoningenieure“ sowie der E-Schein-Vorkurs/Betonprüferfortbildung sind zu zentralen Plattformen zur Vertiefung und Auffrischung der Kenntnisse geworden.

Alle ARGE-Lehrgänge werden vom Europäischen Sozialfonds über das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg bezuschusst. Somit ergab sich je nach Förderungsstufe eine Reduzierung der Teilnehmergebühr zwischen 30 % und 50 %.

 

Meisterkurs „IHK Verfahrensmechaniker Transportbeton“

Mit den Eckert-Schulen und der IHK-Regensburg wurde der Industriemeisterkurs „Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK (m/w/d)“ in Regenstauf konzipiert. Realisiert wurde eine Aufstiegsfortbildung für Verfahrensmechaniker:innen der Fachrichtung Transportbeton zum Meister. Die Meisterausbildung ist in Vollzeit sowie in Teilzeit möglich und wird erheblich finanziell gefördert.

 

Mit der Lernplattform „BetonQuali" (www.betonquali.de) zum Berufsabschluss „Verfahrensmechaniker:in Transportbeton“

Auch der spätere Einstieg in den Bildungsweg bietet für Beschäftigte aus fachfremden Berufen oder ohne Berufsausbildung gute Chancen: BetonQuali eröffnet am individuellen Erfahrungswissen anknüpfende Qualifizierungswege. Die Nutzung digitaler Medien unterstützt ein selbstorganisiertes, flexibles Lernen – integriert in den beruflichen Alltag.

Über den Europäischen Sozialfonds Deutschland (ESF) ist eine erhebliche Förderung der Ausbildungskosten möglich. Die Lerninhalte über 2 Jahre umfassen Betonherstellung, Betonprüfung, Anlagenführung, Instandhaltung sowie Kaufmännische Organisation und Vertrieb.

 

BTB Fahrerschulung mit www.betonwissen.de

Kompakt und aktuell einschließlich Lernzielkontrolle wurden die bisherigen Angebote gebündelt und leisten einen guten Beitrag zur qualitätsgerechten Belieferung der Abnehmer mit Transportbeton. Die Norm fordert diese Pflichtschulung im Abstand von längstens 36 Monaten.

 

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Neue Betonnorm und Verwaltungsvorschift Techn. Baubestimmungen

Bauen ist Ländersache. Im Schulterschluss mit unserem Bundesverband der Deutschen Tranportbetonindustrie kümmern wir uns um die Anwendung der Betonnormreihe DIN 1045 wie auch um die BetonBauQualitätsaspekte (BBQ)

 

Sachstand der Bearbeitung der neuen Betonnorm DIN 1045

In den EU-Mitgliedsstaaten gilt vielfach unmittelbar die neue DIN EN 206: 2021-06. In Deutschland wurde zum Jahresanfang 2020 beschlossen, eine neue, vollständig überarbeitete DAfStb-Richtlinie Betonbauqualität mit 4 Teilen als Vorlage für DIN 1045 zu erarbeiten. Der Gelbdruck wird in Kürze erwartet.

Zur Ermittlung der Klasseneinstufung in BetonBauQualitätsklassen (BBQ N/E/S) werden weitere Kategorien eingeführt, die die jeweiligen Anforderungen an Planung, Bauausführung und Baustoffe innerhalb der einzelnen Bereiche abbilden: Planungsklassen, Betonklassen und Ausführungsklassen mit den jeweiligen Einstufungen in NORMAL, ERHÖHT und SPEZIELL.Die Einstufung kann entweder bauteil- oder bauwerksbezogen erfolgen. Aus der höchsten Kategorie leitet sich die Festsetzung der BBQ-Klasse ab.

Weitere Änderungen ergeben sich aufgrund der Auswertesystematik bei den Konformitätsnachweisen, erweiterten Erstprüfungen sowie Kriterien für die Bauausführung. Bauwirtschaft und Betonindustrie erarbeiten weitergehende Performancelösungen zu Angaben der Sedimentationsstabilität, Pumpfähigkeit und Wassergehaltsbestimmung. Abnehmerseitig orientieren sich Annahme, Einbau und Verdichtung des Betons nach den Festlegungen zur Bauausführung in EN 13670.

 

Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums und des Wirtschaftsministeriums über Technische Baubestimmungen (Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen − VwV TB)

Die VwV TB ersetzt die nach bisherigem Bauordnungsrecht bekannt gemachte Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB) und die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) bekannt gemachte Bauregelliste A. Die VwV TB konkretisiert die in der baden-württembergischen Landesbauordnung (LBO) verankerten Grundanforderungen an bauliche Anlagen, Bauprodukte und andere Anlagen und Einrichtungen. Sie umfasst Regeln zur Standsicherheit baulicher Anlagen sowie zum Brandschutz, zum Wärmeschutz, zum Schallschutz, zum Gesundheitsschutz, zum Umweltschutz und zu den Planungsgrundlagen.

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Besondere Betonanwendungen

Transportbeton für hochbelastete Straßenkreuzungen, Pumpbeton für den Ingenieurbau oder zementgebunde Verfüllbaustoffe für die Energiewende – innovative Bauverfahren schaffen wirtschaftliche Lösungen

 

Einsatz von Transportbeton im kommunalen Straßenbau

Kreisverkehre, Busspuren und Straßenkreuzungen aus Transportbeton haben sich bei hohem Verkehrsaufkommen bewährt. Der Mehraufwand bei Planung und Bau macht sich gegenüber Asphalt über die deutlich verlängerte Nutzungsdauer bezahlt. Umfassende Forschungsvorhaben haben gezeigt, dass bei kommunalen Verkehrsflächen aus Beton ein weit geringeres Potential einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktivität besteht und somit neue Regelanforderungen für die Betonzusammensetzung abzuleiten sind.

Zusätzlich bietet das FGSV-Merkblatt für Container- und Logistikflächen (M VaB T3) für Transportbetonhersteller weitere Absatzmärkte.

 

Flüssigboden als Verfüllbaustoff aus Böden und Baustoffen (ZFSV)
Die Verwendung von Flüssigboden ist ein innovatives Verfahren für den Bau der Leitungstrassen für die Energiewende und den kommunalen Infrastrukturbau. Dieser Baustoff ermöglicht neue und flexible Bauweisen im Tief- und Leitungsbau und besteht aus einem Gesteinskörnungsgemisch, Bindemittel und Wasser. Vorteilhaft ist die hohe und gleichmäßige Einbaugeschwindigkeit gegenüber Füllboden, optimale Verdichtung auch unterhalb von Leitungspaketen zur Vermeidung von Schäden durch Setzung sowie der geringe Geräte- und Personaleinsatz auf der Baustelle. Verschiedene Zusammensetzungen erlauben eine Wiederaushubfähigkeit von leicht (Spaten) bis schwer (nur mit Geräteeinsatz). Lieferung und Eignungsnachweis erfolgen durch die regionalen Transportbetonwerke, eine Zertifizierung der Produkte kann über den Baustoffüberwachungs- und Zertifizierungsverband BÜV-ZERT erfolgen.

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Abteilung Betonpumpen in der Fachgruppe Transportbeton
Entwicklungen bei Betonfahrmischern und Betonpumpen

Neben vollelektrischen LKW sind auch Hybridfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb der Arbeitsmaschine (Trommel bzw. Pumpe) am Markt verfügbar. Weiterhin sind aufgrund Leichtbaumaßnahmen durch Gewichtseinsparungen bei Chassis und Aufbauten weitere Effizienzsteigerungen möglich.

Projektübersicht und Einzelthemen
  • Arbeitskreise befassen sich mit „Betonieren bei hohen Temperaturen“. Der neue Zielwert soll von 30°C auf 35°C erhöht werden. Untersuchungsgegenstände sind Frischbetoneigenschaften sowie eine erweiterte Erstprüfung.
  • Das Forschungsvorhaben „Digitales Bauen – Großformatiger 3D-Druck mit Transportbeton“ auf der Baustelle ist auf einem erfolgreichen Weg. Speziell die maschinenbautechnische Adaption des Druckkopfes an der Betonpumpe ist Gegenstand laufender Forschungen. Zwei Wohngebäude sind bereits als Leuchtturmprojekte errichtet worden.
  • Lieferschein: Vielmals nachgefragt wird das Handling mit dem UFI-Code auf Lieferscheinen (CLP-Verordnung) und Anpassungen auf dem Sicherheitsdatenblatt.
  • Die BG RCI hat neue DGUV-Branchenregeln für den Umgang mit Frischbeton sowie die Betonpumpen veröffentlicht. Damit sind geltende Rechtvorschriften gebündelt und erleichtern den Sicherheitscheck.
  • Die Abteilung Betonpumpen in der Fachgruppe Transportbeton befasste sich in Webmeetings im Rahmen der Regionalveranstaltungen (Fachgruppen der Industrieverbände Rheinland-Pfalz/Hessen, Bayern und Baden-Württemberg) sowie beim bundesweiten Erfahrungsaustausch u.a. mit dem AiF Forschungsvorhaben „Sichere Betonförderung – Pumpbarkeit und Pumpstabilität“: Verfügbarkeit des Prüfgerätes SLIPER und Feld-Pumpversuche (Testlauf und Präzision, Standardisierung/Normung Änderungen des Prüfgeräteaufbaus) sowie einer Handlungsanleitung für Betonprüfer.
 

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InformationsZentrum Beton GmbH (IZB)

Die Ausrichtung des Markendachs Beton unter der Federführung des IZB umfasst u.a. die Bereiche E-Learning mit der Beton web.akademie einschließlich dem Campusbereich für Hochschulen und die Fortschreibung und Herausgabe der Umweltproduktdeklarationen für Beton. Neben technischen Informationen in den Web-Seminaren und den umfangreichen Marketingaktivitäten steht die Nachhaltigkeit im Fokus. Entlang des „Green Deal“ der EU-Kommission und der Verpflichtung zur Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 unterstützt das IZB die Zement- und Betonindustrie bei der Darlegung der Effizienzverbesserung bei Betonherstellung und im Betonbauwerk. Hierzu leisten auch die Universität Stuttgart mit dem Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren (ILEK) sowie ihrer Materialprüfungsanstalt (MPA) wie auch das KIT in Karlsruhe einen herausragenden Beitrag.

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