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22. September 2020

Benedikt Fahrland folgt Peter Rombold als Vorsitzender

Die Stabübergabe krönte das „DU“

Benedikt Fahrland folgt Peter Rombold als Vorsitzender. Es war eine Amtsübergabe, wie sie harmonischer nicht hätte sein können: Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des ISTE in Filderstadt wählte die Fachgruppe Naturstein Benedikt Fahrland als Nachfolger von Peter Rombold ins Amt des Vorsitzenden. „Ich mache Platz für einen Jüngeren“ sagte der 70jährige Rombold, der sich nach neun Jahren an der Spitze altersbedingt zurückzog. Seinem Nachfolger wünscht er nicht nur einen guten Start, sondern bot ihm quasi zur Begrüßung das „Du“ an.

„Die Qualität unserer Produkte stand und steht immer im Mittelpunkt unseres Interesses“, sagte Rombold im Rückblick auf seine Tätigkeit als Fachgruppenvorsitzender. Forschungsprojekte und Untersuchungen, die zum Teil auch von einzelnen Mitgliedsfirmen initiiert und finanziert wurden, hätten entscheidend zur Qualitätssicherung beigetragen. „Gute Ideen kann man alleine haben, aber man braucht gute Mitarbeiter, um sie auch zu verwirklichen“, lobte Rombold das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen. Die Fachgruppe zählt aktuell 92 Mitgliedsunternehmen.

Benedikt Fahrland (40), Geschäftsführer der Heinrich Mertz Kies und Sandwerke GmbH & Co. KG, stimmte diesem Anspruch nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden uneingeschränkt zu. Er sei technologieoffen und freue sich auf neue Ansätze. Er wollte unbedingt die Bedeutung der Rohstoffindustrie für das Land unterstreichen. Dazu, so sagte er, brauche man eine starke Mannschaft - ehrenamtlich wie hauptamtlich. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Karl Kraft (Karl Kraft Steinwerke OHG Schotter- und Mineralbetonwerk).

Die Aktivitäten der Fachgruppe im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres stellte Daniela Budach vor, die als neue ISTE-Referentin sowohl die Fachgruppen Naturstein, als auch Naturwerkstein sowie Sand und Kies betreut. Die studierte Geologin verfügt über besondere Praxiserfahrungen im Bereich Asphalt und Beton. Sie verstärkt seit Anfang 2020 die Riege der Referentinnen und Referenten im Industrieverband. Trotz der durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen habe man die Gremienarbeit über Webmeetings aufrechterhalten können.

Gemeinsame Sitzung der Fachgruppen: Politische Kommunikation in Zeiten von Corona

Die politische Kommunikation des Bundesverbandes mineralische Rohstoffe MIRO stellte einen besonderen Schwerpunkt des Gastvortrages von Dr. Ipek Ölcüm dar, die sich mit ihrem Referat auf der gemeinsamen Sitzung der Fachgruppe Naturstein sowie Sand und Kies vorstellte. Die Juristin verstärkt seit Anfang des Jahres die Geschäftsführung des MIRO in Berlin und ist für die Bereiche Rohstoffsicherung, Umweltschutz, Folgenutzung und Recht zuständig. Trotz aller Einschränkungen durch die Corona-Krise sei es dem Verband auch im vergangenen Jahr gelungen, den Dialog mit Politikerinnen und Politikern im Bund sowie mit der Ministerialverwaltung in der Bundeshauptstadt zu suchen und aufrecht zu erhalten, sagte sie. Die Juristin ging ferner auf die Themen „Arbeitssicherheit“ und „EU-Bauproduktenverordnung“ sowie „Normung“ ein.

Aus ihrem persönlichen Geschäftsbereich gab sie Einblicke in das Geologiedatengesetz sowie in den Vorschlag zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes im Hinblick auf „Natur auf Zeit“. Sie ging außerdem auf die Rohstoffstrategie des Bundes sowie auf das Projekt der Biodiversitätsdatenbank ein.

Fachgruppe Sand und Kies: Weiter unter bewährter Führung

Michael Peter und Oliver Mohr Bleiben an der Spitze der Fachgruppe. „Never change a winning team“ heißt es so schön im Sport - dieses Motto scheint sich auch die Fachgruppe Sand und Kies zu eigen gemacht zu haben: Sie bestätigte ihren Vorsitzenden Michael Peter und seinen Stellvertreter Oliver Mohr in ihren Ämtern. Sie leiten weiterhin ehrenamtlich die zahlreichen Aktivitäten der inzwischen 103 Mitgliedsunternehmen umfassenden Fachgruppe.

ISTE-Referentin Daniela Budach ging in ihrem Vortrag insbesondere auf aktuelle Themen aus der Baustoff-Forschung ein: der Einsatz von Alpine Moräne bei der Asphaltherstellung als auch Untersuchungen rund um Baggerseen gehörten dazu. Man verliere Forschungsvorhaben im Zusammenhangmit der Feinsedimentthematik nicht aus dem Blick.