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Rohstoffsicherung und Umweltschutz
Die Sicherung von Rohstofflagerstätten für heute, morgen und übermorgen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Der notwendige Abbau von Gesteinsrohstoffen verursacht zwangsläufig Eingriffe in den Naturhaushalt, die entsprechend auszugleichen sind.

Die Gewinnung von Rohstoffen findet heute meist im Einklang mit der Natur statt. Vor dem Abbau hat der Unternehmer ein langwieriges und aufwendiges Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. Abbaustätten unserer Mitgliedsfirmen werden während des Betriebs laufend rekultiviert oder renaturiert.

Stillgelegte Abbaustätten bieten sich für zahlreiche (menschlichen) Folgenutzungen (z.B. Wald, Landwirtschaft, Gewerbe- oder Wohngebiet, Freizeitgelände,...) oder als Rückzugsbiotope für seltene Tier- und Pflanzenarten an.

Der ISTE unterstützt und begleitet Forschungsvorhaben im Bereich der Umweltforschung von Abbaustätten.


Kooperation statt Konfrontation: Gemeinsame Erklärung mit dem Naturschutzbund und der IG BAU

NABU-ISTE-IG BAU-Erklärung zur nachhaltigen Rohstoffnutzung (2924 KByte)

 

Am 19. Juli 2012 wurde eine bundesweit einmalige Erklärung zwischen Naturschutz, Rohstoffindustrie und Gewerkschaft unterzeichnet. Der Naturschutzbund NABU Baden-Württemberg, der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE) sowie das baden-württembergische Regionalbüro der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben vereinbart, sich gemeinsam einzusetzen für eine „Nachhaltige  Rohstoffnutzung in Baden-Württemberg" - so der Titel der Erklärung. Kernpunkte der Erklärung sind der Schutz und die Förderung der Biologischen Vielfalt beim Rohstoffabbau, Klimaschutz, eine enge Zusammenarbeit bei der Planung neuer Abbaustätten sowie die Sicherstellung sozialer Belange in der Rohstoffindustrie.

Von Landesseite wurde die gemeinsame Initiative ausdrücklich gelobt: „Als Landesregierung ist es uns ein Anliegen, nicht nur mit Energie, Rohstoffen und Boden effizienter umzugehen, sondern auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und den Artenschwund zu stoppen. Mit dieser gemeinsamen Erklärung sind die Grundlagen geschaffen, langfristig Rohstoffsicherung und -abbau, Naturschutz und soziale Entwicklung zusammen zu bringen", sagte der Ministerialdirektor im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wolfgang Reimer anlässlich der feierlichen Unterzeichung.

Bereits im Jahr 2000 hatten NABU und ISTE eine erste „Gemeinsame Erklärung zur Rohstoffnutzung in Baden-Württemberg" unterzeichnet, die erste dieser Art in Deutschland. Sie fand in den Folgejahren rasch bundesweit Nachahmer.

Steinbrüche und Kiesgruben müssen nicht zwangsläufig zum Schaden der Artenvielfalt sein. Das ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit von ISTE und NABU. Oftmals kommen seltene und streng geschützte Arten, die auf unbewachsene oder nur spärlich bewachsene Flächen oder auf Wasserflächen angewiesen sind, gerade auf Rohstoffabbauflächen vor.

Wanderfalke, Uhu und Gelbbauchunke sind nur einige Beispiele für Tiere, die sich in Abbaustätten wohlfühlen können.

NABU und ISTE arbeiten seit über zehn Jahren bereits im Vorfeld eng zusammen, um gemeinsam gute Lösungen zu finden, so können oft schon Jahre vor der Erschließung Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden.


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Rekultivierung und Renaturierung

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