↑ nach oben
Rohstoffgeologie in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist rohstoffgeologisch gesehen ein "steinreiches" Land". In Baden-Württemberg werden derzeit folgende mineralischen Rohstoffe gewonnen:

  • Kiese und Sande
  • Quarzsande
  • Tonstein
  • Ton und Lehm
  • Kalksteine, Kalkmergelsteine
  • Sinterkalk (Travertin)
  • Dolomitstein
  • Gneis
  • Gips und Anydrit
  • Steinsalz und Sole
  • Schwerspat
  • Flußspat
  • Ölschiefer und Torf

Die große volkswirtschaftliche Bedeutung der geförderten Rohstoffe macht es notwendig von öffentlicher Seite für eine langfristige Rohstoffsicherung zu sorgen und dabei gleichzeitig die Belange der Raumordnung und des Umweltschutzes zu berücksichtigen. Eine wichtige Voraussetzung für die Abwägung in der Raumordnung stellen dabei die vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) erarbeiteten Rohstoffkarten dar.

Die Kies- und Sandvorkommen sind sehr unterschiedlich beschaffen. Die wirtschaftlich bedeutsamen Vorkommen entstanden während des Quartärs vor allem in den pleistozänen Kaltzeiten und befinden sich im Oberrheingraben sowie im Bodenseeraum und in Oberschwaben. Den Vorkommen in den Flußgebieten des Neckars und der oberen Donau kommt nur noch untergeordnetes regionales Interesse zu.

Der aus rohstoffgeologischer Sicht bedeutsamste Naturstein in Baden-Württemberg ist der Kalkstein. Die Produkte reichen von Straßenbaumaterial über Zement und Branntkalk bis zu Farbpigment und Naturwerksteinen.
Sandsteine werden überwiegend als Naturwerksteine im Bereich Heilbronn sowie westlich von Tauberbischofsheim abgebaut.
Im Bereich des Grundgebirges von Schwarzwald und südlichem Odenwald konzentriert sich der Abbau besonders auf die großen Granitkörper. Der Granit wird teilweise zum Straßenbaustoff aufbereitet, teil auch als Naturwerkstein genutzt.


Derzeit wird vom LGRB die Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg 1 : 50.000 (KMR 50) erarbeitet. Auf Ihr sind oberflächennahe Vorkommen mineralischer Rohstoffe dargestellt, für die auf Grundlage der dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau vorliegenden Daten eine wirtschaftliche Gewinnbarkeit angenommen werden kann. Es wird angenommen, dass durch weiterführende Erkundungsarbeiten in den dargestellten Gebieten mineralische Rohstoffe, die nach Qualität und Quantität für eine wirtschaftliche Gewinnung in Frage kommen, nachgewiesen werden können


weitere Themen
Rahmenbedingungen schaffen für eine leistungsfähige Wirtschaft. » mehr
Jeder Baden-Württemberger benötigt in jeder Stunde durchschnittlich zwei ganze Hände voll Steine und dieser Bedarf kann nahezu vollständig aus heimischen Abbaustätten gedeckt werden. Der ISTE setzt sich dafür ein, dass die Versorgung mit mineralischen Rohstoffen auch in Zukunft gewährleistet ist. » mehr
Konflikte vermeiden - oder frühzeitig erkennen und gemeinsam lösen: das ISTE-Angebot im Bereich Arbeitsrecht. » mehr
Mit wachsenden Anforderungen umgehen. » mehr
  • Qualitätsüberwachung von Baustoffen
  • Seminare und Fortbildungen
» mehr