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27. April 2026

ISTE unterstützt Bündnis „Zukunft braucht Fläche!"

Der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) hat das Positionspapier des Bündnisses „Zukunft braucht Fläche!" mitgezeichnet – und steht klar hinter der zentralen Botschaft: Eine starre Netto-Null-Vorgabe wird den vielfältigen Flächenbedarfen unseres Landes nicht gerecht.

Unsere rohstoffgewinnenden Mitgliedsunternehmen beanspruchen Flächen grundsätzlich nur temporär und reversibel. Mit lediglich rund 0,04 Prozent der Landesfläche, die jährlich neu in Anspruch genommen wird, leistet die Rohstoffgewinnung einen vergleichsweise kleinen Fußabdruck – und das bei einem unverzichtbaren Beitrag: Kies, Sand, Schotter und andere mineralische Rohstoffe sind die Grundlage für jeden Meter Straße, jede neue Wohnung und jedes Infrastrukturprojekt, das Baden-Württemberg heute und in Zukunft braucht.

Nach Abschluss der Gewinnung werden die Flächen rekultiviert, renaturiert oder einer neuen Nutzung zugeführt. Dieser Ansatz verkörpert genau das, was das Bündnis fordert: Ausgleich, Aufwertung und Mehrfachnutzung statt pauschaler Verbote.

Der ISTE tritt deshalb für eine ganzheitliche Betrachtung der Flächennutzung ein. Wer Wohnraum schaffen, Infrastruktur ausbauen und die Energiewende umsetzen will, braucht die Rohstoffe dafür – und damit auch die Flächen, auf denen sie gewonnen werden. Eine zukunftsorientierte Flächenpolitik muss diesen Zusammenhang anerkennen.