Baustoffe aus dem Land – für das Land!

Baden-Württemberg ein rohstoffreiches Land. Vor allem bei den Baumassenrohstoffen (Steine und Erden) liegt der Eigenversorgungsgrad in Baden-Württemberg bei nahezu 100 Prozent. An ungefähr 500 Standorten werden hier jährlich ca. 90 Mio. Tonnen Gesteinsrohstoffe abgebaut. 

 

Ihr Rohstoffbedarf: 1 kg pro Stunde

Die Produkte unserer Mitglieds-Unternehmen werden dringend benötigt – für den Wohn- und Gewerbebau, für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, für die Herstellung von Papier, Glas, Farben und Medikamenten … Statistisch gesehen braucht jeder von uns stündlich über 1 Kilogramm Natursteine, Sand, Kies, Gips oder Steinmehl. Macht im Jahr rund 10 Tonnen pro Kopf oder rund 100 Mio. Tonnen für das ganze Land. Etwa 10 Prozent des Badarfs kann mit Recycling-Baustoffen abgedeckt werden.
Die Massenströme der Steine- und Erdenindustrie in Baden-Württemberg sehen Sie hier.

Regional und dezentral!

Die Rohstoffgewinnung erfolgt dort, wo die Rohstoffe gebraucht werden. Deshalb sind wir die Branche mit den kürzesten Transportwegen! Beispielsweise hinterlassen Naturwerksteine aus Baden-Württemberg einen um das hundertfache geringenen ökologischenen Fußabdruck als Konkurrenzprodukte aus Übersee.

Gelebte Nachhaltigkeit!

Auch wenn nicht einmal 0,2 Prozent der Fläche des Landes vorübergehend für die Rohstoffgewinnung in Anspruch genommen werden – die Betreiber von Steinbrüchen, Baggerseen und Kiesgruben stehen in der Verantwortung und sorgen dafür, dass nach dem Abbau Äcker, Wiesen und Wälder, wertvolle Biotope oder Freizeitparadiese entstehen. Nachzulesen ist dies in der „Gemeinsamen Erklärung zur nachhaltigen Rohstoffnutzung“ von NABU, ISTE und IG-BAU.

Vielseitige Berufsbilder und sichere Arbeitsplätze 

Die Steine- und Erdenindustrie Baden-Württembergs beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter: Baggerfahrer, Sprengmeister, Anlagentechniker, Mechatroniker, Baustoffprüfer, Geowissenschaftler, Verfahrensingenieure ... Die meist mittelständisch geprägten Unternehmen bieten neben abwechslungsreichen Tätigkeiten sichere Arbeitsplätze und Entlohnung nach einem einheitlichen Tarifvertrag. 

Rohstoffe für heute, morgen und übermorgen

Auch wenn die Schonung natürlicher Ressourcen durch Recycling-Baustoffe ein erklärtes Ziel der Bauwirtschaft ist, werden auch in Zukunft die Rohstoffvorkommen des Landes eine wichtige Rolle spielen. Die Erkundung, Ausweisung und Beschreibung der abbauwürdigen Rohstoffvorkommen ist Aufgabe der staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer, in Baden-Württemberg des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) am Regierungspräsidium Freiburg. Um auch in Zukunft eine (dezentrale) Rohstoffversorgung in Baden-Württemberg gewährleisten zu können, ist eine nachhaltige Sicherung der Rohstoffvorkommen eine wichtige Voraussetzung. Diese darf sich nicht nur am derzeitigen Bedarf orientieren, sondern sollte alle wichtigen Lagerstätten flächenhaft schützen.