Hubschrauber und Hunde im Steinbruch
Hubschrauber und Hunde im Steinbruch
Der Steinbruch Bartholomä wird zum Trainingsort für Rettungskräfte
Schwäbisch Gmünd, 21.10.2026: Ein Steinbruch bietet Rettungskräften optimale Bedingungen, um für den Ernstfall in schwierigem Terrain zu trainieren. Die Klöpfer-Gruppe stellte für die Blaulicht-Großübung „Hornberg 26“ Anfang August das Gelände des Schotterwerks in Bartholomä bei Schwäbisch Gmünd zur Verfügung. Ein Einblick in den Übungstag.
Fliegende Hunde, leuchtende Uniformen und ein Bundeswehrhelikopter – Szenen wie aus einer Fernsehserie. Im Steinbruch Bartholomä kommen Einsatzkräfte von Malteser, DRK, Johanniter und Bergwacht, aber auch von Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr zu einer Großübung zusammen. Spektakulär gestaltet sich dabei insbesondere die Aufgabe, Menschen und Hunde mit einer Seilwinde sicher in den Hubschrauber aufzunehmen und wieder abzusetzen, um vermisste Personen zu finden. Vom Gelände aus fliegen die Rettungshundeteams in das angrenzende Waldgebiet. Dort suchen die Vierbeiner mit ihren feinen Spürnasen nach zuvor versteckten Personen. Moderne technische Suchverfahren wie Drohnen können Hunde dabei nur schwer ersetzen, da die Tiere auch im dicht bewachsenen Wald und in kaum zugänglichen Bereichen menschliche Witterung wahrnehmen können.
An der Übung nehmen Verbände aus verschiedenen Bundesländern teil. Die unterschiedlichen Kräfte üben dabei nicht nur einzelne Einsatzabläufe, sondern verbessern auch ihre Kommunikation und Koordination. Gerade bei der Suche nach vermissten Menschen kann es auf jede Minute ankommen. Wenn die verschiedenen Organisationen ihre Aufgaben und Abläufe bereits kennen, können sie im Ernstfall schneller handeln und Missverständnisse vermeiden.
„Im unwegsamen Gelände des Steinbruchs können Tier, Mensch und Technik wie bei einem echten Einsatz zusammenarbeiten“, betont der Organisator der Übung Dr. Wolfgang Winker, selbst aktiver Bergretter der DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd und Mitglied der Malteser Schwäbisch Gmünd. Besondere Herausforderungen im Steinbruch, wie steile Hänge und unterschiedlichen Höhen, ließen sich auf gewöhnlichen Übungsplätzen nur schwer simulieren.
Für diesen Zweck stellt Geschäftsführer der Klöpfer-Gruppe, Dr. Matthias Klöpfer, den Steinbruch Bartholomä gerne zur Verfügung: „Ich freue mich, dass wir das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei ihren Übungen unterstützen können, um im Ernstfall Menschenleben zu retten.“
Die Klöpfer-Gruppe (www.kloepfer-gruppe.de) ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Winnenden. Seit über 70 Jahren ist Klöpfer insbesondere im Tief- und Straßenbau tätig. Darüber hinaus gewinnt Klöpfer an verschiedenen Standorten in Deutschland auch die notwendigen mineralische Rohstoffe dafür. Diese werden in Schotterwerken zu hochwertigen Baumaterialien weiterverarbeitet. Neben der Herstellung von Asphalt rundet das Recycling von Baustoffen das Leistungsspektrum der rund 400 Mitarbeiter starken Firmengruppe ab.
