Wirtschaftspolitik
»Unsere Branche steht bereit, Verantwortung zu übernehmen – für die Transformation, für bezahlbaren Wohnraum und eine leistungsfähige Infrastruktur. Dafür brauchen wir endlich verlässliche politische Rahmenbedingungen statt neuer Hürden.«
Oliver Mohr, Meichle + Mohr GmbH, Immenstaad,
Präsident des ISTE
Dafür stehen wir
Eine leistungsfähige Industrie in Baden-Württemberg
Eine starke Wirtschaft braucht engagierte Unternehmer:innen und zukunftsfähige Rahmenbedingungen. Der ISTE setzt sich dafür ein, dass Baden-Württemberg ein wettbewerbsfähiger Industriestandort mit sicheren Arbeitsplätzen bleibt. Unsere Branche – über 500 Unternehmen an 800 Standorten – beschäftigt rund 15.000 Menschen und erwirtschaftet etwa fünf Milliarden Euro jährlich. Pro Kopf werden rund zehn Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr benötigt – für Wohnungen, Straßen, Brücken, Bahnlinien und Radwege. Insgesamt sind das 90 bis 110 Millionen Tonnen jährlich.
Wir denken in Kreisläufen: Bereits über 90 Prozent des Bauschutts und des Straßenaufbruchs werden recycelt. Der ISTE steht für kurze Wege, heimische Rohstoffe und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Unsere Stimme findet Gehör – bei politischen Entscheidungen auf allen Ebenen und im Dialog vor Ort.
Transformation: Mit Verantwortung in die Zukunft
Die Wirtschaft steht vor tiefgreifenden Umbrüchen – geopolitisch, wirtschaftlich und ökologisch. Dafür braucht es entschlossenes Handeln, weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen – sonst bleiben wichtige Investitionen in Energie, Industrie und Infrastruktur aus.
Unsere Branche übernimmt Verantwortung: Mit schwimmenden Photovoltaikanlagen (FPV) auf Baggerseen tragen wir zur Energiewende bei – flächenschonend und effektiv. Dafür braucht es jedoch praxistaugliche Regeln statt starrer Ausbaugrenzen.
Zentrale Voraussetzung für Klimaschutz ist das Carbon Management. Die rohstoffgebundene CO2-Freisetzung in Zement- und Kalkwerken lässt sich nur mit Technologien wie Carbon Capture and Storage (CCS) bewältigen. Damit Baden-Württemberg hier nicht den Anschluss verliert, müssen jetzt die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden – und es muss eine verlässliche CO2-Infrastruktur entstehen.
Auch bei der physischen Infrastruktur besteht großer Nachholbedarf – insbesondere im Straßen- und Schienennetz, aber auch bei der Energie- und Digitalinfrastruktur. Die angekündigten Milliarden müssen in konkrete Projekte fließen. Planungs- und Investitionssicherheit sind dabei entscheidend. Transformation gelingt nur mit der Wirtschaft – nicht gegen sie. Unsere Branche steht bereit – für nachhaltige Baustoffe, klimafreundliche Verfahren und eine leistungsfähige Infrastruktur.
Mobilität braucht eine starke Infrastruktur
Straßen tragen 70 Prozent des Güter- und über 85 Prozent des Personenverkehrs. Damit Versorgung und Mobilität auch künftig gesichert bleiben, müssen die vorgesehenen 11,37 Milliarden Euro aus dem Bundesverkehrswegeplan in priorisierte Projekte investiert werden.
Nur ein verstetigter Straßenbau sichert die Versorgung mit hochwertigen Baustoffen. Der ISTE engagiert sich mit Partnern wie der Aktion Pro Mobil, dem Verband Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) und den Industrie- und Handelskammern für intelligente, bezahlbare und nachhaltige Mobilität.
Wohnen darf kein Luxus sein
Der Wohnraummangel trifft besonders junge Familien, Senior:innen und Menschen mit wenig Einkommen. Der ISTE engagiert sich in der Initiative Impulse für den Wohnungsbau, um Planung und Bau von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen.
Wichtig sind verlässliche Rahmenbedingungen – nicht die Baustoffwahl. Ob Holz oder Stein: Die Entscheidung liegt bei Bauherren und Planer:innen. Im Netzwerk solid UNIT setzen wir uns für den Massivbau ein – langlebig, energieeffizient, nachhaltig.
Weitere Informationen: www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de, www.solid-unit.de
Energie: Sicher, bezahlbar, verfügbar
Die Industrie braucht planbare und bezahlbare Energie. Preissteigerungen oder Engpässe gefährden ganze Wertschöpfungsketten – auch bei systemrelevanten Produkten wie Kalk für die Trinkwasseraufbereitung oder Rauchgasreinigung.
Der ISTE bringt sich in die energiepolitische Debatte auf Landes- und Bundesebene ein – über den Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs) sowie den Verband Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Unsere Forderung: Energie muss für Bevölkerung und Wirtschaft bezahlbar und verlässlich bleiben.
Weitere Informationen: www.energieintensive.de

