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05. Juli 2018

ISTE auf Stallwächterparty 2018 in Berlin

Steine- und Erden-Unternehmen demonstrieren eigene Artenvielfalt
Industrieverband thematisiert nachhaltigen Rohstoffabbau und Baustoffe der Zukunft

Genauso routiniert wie die Gastgeber selbst absolvierte das Organisationsteam des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) seinen inzwischen vierten Auftritt auf der Stallwächterparty, dem traditionellen Sommerfest der Landesregierung in Berlin. Mit einer umfangreichen Palette an kulinarischen Köstlichkeiten aus heimischen Abbaustätten und einem ebenso breiten Informationsangebot demonstrierte der ISTE die Vielfalt der Branche. „Artenvielfalt leben!“ hieß denn auch das Motto dieser inzwischen 55. Ausgabe der Polit-Fete.

„Der ISTE ist schon fast ein fester Bestandteil der Stallwächterparty geworden!“ ISTE-Präsident Peter Röhm freute sich sehr, dass sein Verband wieder unübersehbar für die rund 1500 Gäste in der Bundeshauptstadt vertreten war – diesmal nicht nur mit dem großen Eckareal im Garten der Landesvertretung, sondern auch mit einem Pavillon gleich am Eingang. Mit diesem Auftritt, seinem Organisationsteam aus Ostfildern sowie mit Spitzenkoch Peter Winterhalter und seiner vielköpfigen Küchenmannschaft setzte sich der ISTE in diesem Jahr sogar an die Spitze der Sponsorenliste.

„Gut angelegtes Geld“, resümiert der Verbandspräsident, der sich zusammen mit Filmemacher Søren Eiko Mielke denn auch wieder persönlich auf den Weg machte, um zahlreiche prominente Gäste zu interviewen und über die Bedeutung der Steine- und Erden-Branche eingehender zu informieren: „Auch bei Politikern gibt es manchmal noch erheblichen Informationsbedarf“, schmunzelt Röhm.

Zu seinen Gesprächspartnern gehörten neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer und zahlreiche Parlamentarierinnen und Parlamentarier des baden-württembergischen Landtages. Röhm: „Viele sind inzwischen alte Bekannte. Bis zur Bundeskanzlerin habe ich es allerdings auch dieses Mal wieder nicht geschafft…“ Angela Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble blieben nicht nur für den ISTE-Präsidenten unerreichbar. Dafür ließen sich zahlreiche andere Prominente gerne an den großzügigen Stand des Verbandes einladen, wo dessen Mitarbeiter vor allem eingehende Informationen über die Branche bereithielten.

Beim Stallwächter-Thema „Artenvielfalt leben“ bot es sich natürlich zunächst an, die Vielfalt der gewonnenen Rohstoffe und ihre mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten deutlich zu machen. Dann aber drängte sich sofort die Bedeutung in Betrieb befindlicher und aufgelassener Abbaustätten für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf. Deren Flächen sind, wenn sie wieder der Natur überlassen werden, regelrechte Fabriken der Biodiversität – nicht zu vergleichen mit den intensiv genutzten Äckern und Feldern, welche den Großteil unserer Agrarlandschaft ausmachen.

„Deshalb lag es auf der Hand, den NABU-Landesverband Baden-Württemberg e. V. als Partner diesmal mit ins Boot zu holen“, erläutert ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger. Immerhin verbinde die beiden Verbände eine partnerschaftliche Zusammenarbeit seit inzwischen 18 Jahren. Erst kürzlich habe man mit Blick auf die derzeit von der Landesregierung vorbereitete Rohstoffstrategie eine gemeinsame Erklärung verfasst, welche den Gästen der Stallwächterparty auch zur Verfügung gestellt und erläutert wurde.

Johannes Enssle, der Vorsitzende des baden-württembergischen NABU-Landesverbandes, vertrat gerne zusammen mit ISTE-Manager Beißwenger die gemeinsame Linie, wenn es um Naturschutz und umweltverträglichen, nachhaltigen Rohstoffabbau geht.

Diesmal war der NABU sogar als Partner des ISTE vertreten und optisch prominent wahrnehmbar. Und er sorgte auch praktisch für Artenvielfalt: Wildblumensamen bekam jeder Gast mit auf den Nachhauseweg, um in seinem Garten für mehr Vielfalt zu sorgen.

Wie in den Vorjahren unterstützten zwei Rohstoff-Konzerne den ISTE auf der Stallwächterparty: Holcim (Süddeutschland) GmbH und HeidelbergCement AG. Auch sie verdeutlichten ihr Engagement bei der nachhaltigen Gewinnung mineralischer Rohstoffe.

Weitere Mitgliedsunternehmen des ISTE beteiligten sich durch die kulinarischen Beiträge, die aus ihren Abbaustätten stammten: Fleisch von Taurusrindern, Hirschen und Lämmern, Fische, Honig, Weine. Diese kulinarische Artenvielfalt lag in der Verantwortung von Peter Winterhalter von der Oberen Metzgerei in Elzach, der zusammen mit Ausbilderinnen und Ausbildern sowie mit Azubis der Landesberufsschule für Gastronomie in Tettnang am Bodensee die anderthalbtausend Gäste der Landesregierung verwöhnte. Er arbeitete bereits zum vierten Mal mit dem ISTE zusammen.

Auch der GeoKoffer begleitete wie in den vergangenen Jahren die Stallwächterparty. Diesmal hatte der ISTE drei Exemplare als Hauptpreise eines Gewinnspiels ausgelobt, bei dem es um Quizfragen zum Thema „Artenvielfalt“ ging. Die Gewinner der drei GeoKoffer dürfen die Bildungseinrichtung aussuchen, die sich dann über dieses moderne Lehrmittel freuen kann.

Einmalig auf dieser Stallwächterparty präsentierte ein ganz besonderer Pavillon die Zukunft des Bauens mit modernsten Materialien. Einer der beeindruckenden „Demonstratoren“ der kürzlich zu Ende gegangenen Ausstellung „Baubionik – Biologie beflügelt Architektur“ im Stuttgarter Naturkundemuseum war vor dem Eingang der Landesvertretung aufgebaut worden, wo er noch einige Monate stehen und jedem Gast Durchgang gewähren wird. Der 1,7 Tonne schwere und aus 69 Segmenten faserbewehrten Betons bestehende Baukörper zeigt, wie filigran und gleichzeitig stabil man mit diesem klassischen und doch hochmodernen Material bauen kann. Die Ideen dazu kommen aus der Natur – in diesem Fall hat man die Stacheln von Seeigeln untersucht und ihr Aufbauprinzip kopiert; mit einem Minimum an Masse erreichen sie ein Maximum an Stabilität.

Der ISTE gehörte zu den Förderern der Baubionik-Ausstellung. Nachhaltigkeit – in der Natur und auch in der Baukunst – liege dem Verband ausgesprochen am Herzen, so ISTE-Präsident Peter Röhm.

Bilder: ISTE / Thomas Ruffer