Kunst und Geologie -Tag des Geotops bei der Firma Merkle in Blaubeuren-Gerhausen
(Blaubeuren-Gerhausen - 19.09.2010) - "Ein Steinbruch ist ein Schaufenster in die Erdgeschichte" brachte es Professor Ralph Watzel vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) auf den Punkt. In dieses Schaufenster wollten am 19. September viele Menschen blicken. Sie kamen am "Tag des Geotops" in den Kalksteinbruch der Firma Merkle in Blaubeuren.
Dort war viel geboten. Birgit Kimmig vom LGRB führte Interessierte sachkundig durch das Geotop "Steinbruch". Das Landesamt und der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) informierten an einem Stand über die faszinierende Welt der Geologie und erklärten die Entstehung des Jurakalks. Die Besucher waren verblüfft, wo sie dem Kalkstein täglich begegnen. Kalk verhindert zum Beispiel, dass Toastbrotscheiben zusammen kleben und sorgt dafür, dass sich der Kaugummistreifen aus dem Stanniolpapier löst.
Die imposante Jurakalk-Kulisse nutzten an dem Tag auch zahlreiche Künstler, um ihre Werke zu präsentieren. „Vorsicht Sprengung - Kunst im Steinbruch" war der Titel der Ausstellung, die der Künstler Dieter Gassebner organisiert hat. Gassebner hat sein Atelier direkt in der Abbaustätte der Firma Merkle eingerichtet.
Der Geschäftsführer der Firma Merkle, Hartmut Koch-Czech, freute sich über die zahlreichen Besucher und nannte den Tag eine „Brücke zwischen Natur, Kultur und Technik". Weitere Grußworte sprachen Professor Dr. Ralph Watzel, Leiter des LGRB Freiburg, Markus Riethe, Verbandsdirektor des Regionalverbands Donau-Iller sowie Dietmar Enkel, Leiter der Abteilung Umwelt beim Regierungspräsidium Tübingen.
Der Tag des Geotops wird jährlich bundesweit mit vielen Veranstaltungen begangen. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan.

