Süddeutscher Gabionen-Tag des ISTE und seiner Kooperationspartner in Flein
(Flein, 25.02.2010) - unter dem Motto „Gabionen - Bauen mit der Natur für die Natur" stand der erste Süddeutsche Gabionen-Tag in Flein bei Heilbronn. Der Einladung von ISTE, dem Güteschutz Naturstein und den Kooperationspartnern aus dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V., dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA Landesstelle Baden-Württemberg, der Fachabteilung Naturstein-Industrie im Bayerischen Industrieverband Steine und Erden e. V. sowie Unternehmen der Steine- und Erdenindustrie folgten mehr als 100 Interessierte.
In seiner Begrüßungsrede ging Wilhelm-Dieter Kern als Vizepräsident des ISTE auf die Motivation zur Durchführung der Veranstaltung rund um die befüllten Steinkörbe (Gabionen) ein. Der Begriff Gabione stammt ursprünglich aus dem italienischen Sprachgebrauch und bedeutet sinngemäß „großer Käfig". Für die Natursteinindustrie sind Trockenmauersteine und Gabionenfüllmaterial zunehmend wichtige Produktgruppen und Image-Träger. Gerade Gabionen werden im öffentlichen Raum positiv wahrgenommen und machen das Produkt „Naturstein" für jedermann sichtbar. Gabionen sind positiv besetzt, sei es aus ästhetischen Gründen, sei es als Lärmschutzwand oder als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Dass die Veranstaltung gerade in Flein statt fand, war kein Zufall. An der Flina-Kulturhalle können imposante Gabionenstützwände in der praktischen Anwendung besichtigt werden.
Michael Hink (BDLA, Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit) ging in seinem Impulsreferat auf die grundsätzliche Bedeutung der Gabionen im modernen Garten- und Landschaftsbau ein. Gabionen sind derzeit sehr modern und einfach zu verbauen. Sie spiegeln somit den Zeitgeist wider. Er führte die Anwesenden mit pointierten und zum Teil gewollt provokanten Aussagen zum Thema hin.
Anette Dupper (BDLA) zeigte anhand eigener Projektbeispiele, wie die Planung und der bewusste Einsatz von Gabionen technisch und auch ästhetisch überzeugen kann. In Analogie zum bekannten Werbespruch der Betonindustrie kommt es auch bei der Verwendung von Gabionen darauf an, was man daraus macht!
Michael Radies (Fa. Korbkultur GmbH & Co. KG) zeigte schöne und zum Teil ausgefallene Projekte mit werkseitig gefüllten Steinkörben als gestalterische Elemente bzw. Stütz- oder Lärmschutzwand. Im abschließenden Vortragsblock ging es um die technische Verwendung von Gabionen.
Ottmar Schielke (FSK Franken-Schotter GmbH & Co. KG, RAWE-Steinkorb) ging hierbei speziell auf die Besonderheiten beim Bau von Gabionen mit Lärmschutzeigenschaften sowie auf die statisch-konstruktiven Gesichtspunkte beim Bau von Stützmauern ein.
Der stellvertretende ISTE-Hauptgeschäftsführer, Heinz Sprenger, moderierte die Veranstaltung und kündigte an, dass in naher Zukunft Weitere folgen werden. Dann sollen u. a. juristische Fragestellungen oder Themen aus dem Bereich Ökologie im Zusammenhang mit Gabionen aufgegriffen werden.
In seinem Schlusswort hob der Vorsitzende des Güteschutzes Naturstein Baden-Württemberg e. V., Wolfgang Moeck, die Ziele und Aufgaben der Gütegemeinschaft hervor und stellte abschließend fest, dass der erste Süddeutsche Gabionen-Tag als sehr gelungen und informativ zu verbuchen sei.
Informationen:
www.iste.de; www.gsnst-bw.de
