(Berlin, 14.12.2011) „Naturschutz kann man nicht konservieren, Naturschutz muss aktiv gestaltet werden". Thomas Beißwenger, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE), erklärte auf der Veranstaltung „Artenvielfalt aktiv fördern" des Bundesverbands Minerali-sche Rohstoffe MIRO, wie die biologische Vielfalt (nicht nur) in Abbaustätten er-folgreich gefördert werden kann. Hauptursache für den Artenrückgang sei nach wie vor die Bewirtschaftung der Flächen durch Land- und Forstwirtschaft. Für 50 Jahre Rohstoffabbau sind hingegen nur 0,2% der Bundesfläche nötig.
Eine leistungsfähige Biodiversitäts-Datenbank schaffen
Wer die Artenvielfalt und deren Gefährdung beurteilen will, muss genau wissen, welche Pflanzen wo wachsen und wo welche Tiere ihren Lebensraum gefunden haben. Nur dann kann die Artenvielfalt sinnvoll gefördert werden. Derzeit verfügt jedoch weder die Naturschutzverwaltung noch die Industrie über ausreichend verwertbare Daten.
Die Steine- und Erden-Industrie setzt sich deshalb für den Aufbau einer leistungsfähigen Datenbank ein. Die Datenbank wird die Entwicklung der biologischen Vielfalt innerhalb sowie im Umfeld von Abbaustätten großflächig dokumen-tieren. Mit diesen Daten wird es möglich, den Zustand und die Bedeutung von Abbaustätten für die biologische Vielfalt mess- und vergleichbar zu machen. Zusätzlich werden Biodiversitätsindikatoren für die Steine- und Erden-Industrie entwickelt. Nur verlässliche Daten sorgen für Transparenz und damit für sichere Entscheidungen, betont Beißwenger.
Es gibt keine sterilen Abbaustätten
Abbaustätten sind wichtige Lebensräume, die in unserer Kulturlandschaft selten geworden sind. Deshalb bieten Steinbrüche und Kiesgruben Habitate für Arten, die außerhalb von Abbaustätten praktisch nicht mehr aufzufinden sind. Die Stei-ne- und Erden-Industrie ist sich dieser Verantwortung bewusst und leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.
Doch das Vorkommen dieser Arten kann den Gesteinsabbau sehr stark einschränken. Hohe Kosten, zum Beispiel für ein abbaubegleitendes Monitoring von Fledermäusen, führten bereits dazu, dass Betriebe stillgelegt werden mussten. Dies gefährdet die verbrauchsnahe Versorgung mit Rohstoffen und belastet durch den Massengüterverkehr die Umwelt. Dieses Paradox muss das Naturschutzrecht auflösen.
Der „konservierende" Naturschutz fordert „sterile Abbaustätten". Doch es gibt keinen sterilen Steinbruch und keine sterile Kiesgrube, denn viele seltene Tier- und Pflanzenarten fühlen sich dort schnell heimisch. „Die mit der Gesteinsgewinnung verbundene „Artengewinnung" legt der weiteren Gesteinsgewinnung damit Steine in den Weg" kritisiert Beißwenger.
Damit diese Synergieeffekte ausgeschöpft werden können, dürfen Natur- und Ar-tenschutz nicht konserviert werden, sondern müssen, gestaltet werden dürfen. „Wir brauchen einen gestaltenden Naturschutz, denn alles ist im Fluss und dynamisch. Nur die Gesetze sind konservierend, nicht die Praxis" so Beißwenger.
NABU und ISTE führen Zusammenarbeit fort
Dass Rohstoffabbau und Naturschutz kein Widerspruch sind, haben ISTE und der Naturschutzbund Deutschland e.V. Landesverband Baden-Württemberg (NABU) schon im Jahr 2000 dokumentiert. Unter der Überschrift „Rohstoffnut-zung in Baden-Württemberg" veröffentlichten sie die erste gemeinsame Erklärung. Weitere Länder und der Bundesverband folgten diesem Beispiel.
Der ISTE hat zum Thema Biodiversität in Abbaustätten Dokumentationen gedreht, die unter dem Steine und Erden Service Kanal auf Youtube.com abgerufen werden können:
www.youtube.com/user/SteineErdenService
Kontakt:
Sabine Keller
Dipl. Soz.-Wiss., Dipl.-Journ.
INDUSTRIEVERBAND STEINE UND ERDEN
BADEN-WÜRTTEMBERG e.V.
Gerhard-Koch-Straße 2
73760 Ostfildern-Scharnhauser Park
Email: keller@iste.de
Eine leistungsfähige Biodiversitäts-Datenbank schaffen
Wer die Artenvielfalt und deren Gefährdung beurteilen will, muss genau wissen, welche Pflanzen wo wachsen und wo welche Tiere ihren Lebensraum gefunden haben. Nur dann kann die Artenvielfalt sinnvoll gefördert werden. Derzeit verfügt jedoch weder die Naturschutzverwaltung noch die Industrie über ausreichend verwertbare Daten.
Die Steine- und Erden-Industrie setzt sich deshalb für den Aufbau einer leistungsfähigen Datenbank ein. Die Datenbank wird die Entwicklung der biologischen Vielfalt innerhalb sowie im Umfeld von Abbaustätten großflächig dokumen-tieren. Mit diesen Daten wird es möglich, den Zustand und die Bedeutung von Abbaustätten für die biologische Vielfalt mess- und vergleichbar zu machen. Zusätzlich werden Biodiversitätsindikatoren für die Steine- und Erden-Industrie entwickelt. Nur verlässliche Daten sorgen für Transparenz und damit für sichere Entscheidungen, betont Beißwenger.
Es gibt keine sterilen Abbaustätten
Abbaustätten sind wichtige Lebensräume, die in unserer Kulturlandschaft selten geworden sind. Deshalb bieten Steinbrüche und Kiesgruben Habitate für Arten, die außerhalb von Abbaustätten praktisch nicht mehr aufzufinden sind. Die Stei-ne- und Erden-Industrie ist sich dieser Verantwortung bewusst und leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.
Doch das Vorkommen dieser Arten kann den Gesteinsabbau sehr stark einschränken. Hohe Kosten, zum Beispiel für ein abbaubegleitendes Monitoring von Fledermäusen, führten bereits dazu, dass Betriebe stillgelegt werden mussten. Dies gefährdet die verbrauchsnahe Versorgung mit Rohstoffen und belastet durch den Massengüterverkehr die Umwelt. Dieses Paradox muss das Naturschutzrecht auflösen.
Der „konservierende" Naturschutz fordert „sterile Abbaustätten". Doch es gibt keinen sterilen Steinbruch und keine sterile Kiesgrube, denn viele seltene Tier- und Pflanzenarten fühlen sich dort schnell heimisch. „Die mit der Gesteinsgewinnung verbundene „Artengewinnung" legt der weiteren Gesteinsgewinnung damit Steine in den Weg" kritisiert Beißwenger.
Damit diese Synergieeffekte ausgeschöpft werden können, dürfen Natur- und Ar-tenschutz nicht konserviert werden, sondern müssen, gestaltet werden dürfen. „Wir brauchen einen gestaltenden Naturschutz, denn alles ist im Fluss und dynamisch. Nur die Gesetze sind konservierend, nicht die Praxis" so Beißwenger.
NABU und ISTE führen Zusammenarbeit fort
Dass Rohstoffabbau und Naturschutz kein Widerspruch sind, haben ISTE und der Naturschutzbund Deutschland e.V. Landesverband Baden-Württemberg (NABU) schon im Jahr 2000 dokumentiert. Unter der Überschrift „Rohstoffnut-zung in Baden-Württemberg" veröffentlichten sie die erste gemeinsame Erklärung. Weitere Länder und der Bundesverband folgten diesem Beispiel.
Der ISTE hat zum Thema Biodiversität in Abbaustätten Dokumentationen gedreht, die unter dem Steine und Erden Service Kanal auf Youtube.com abgerufen werden können:
www.youtube.com/user/SteineErdenService
Kontakt:
Sabine Keller
Dipl. Soz.-Wiss., Dipl.-Journ.
INDUSTRIEVERBAND STEINE UND ERDEN
BADEN-WÜRTTEMBERG e.V.
Gerhard-Koch-Straße 2
73760 Ostfildern-Scharnhauser Park
Email: keller@iste.de
