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Massenströme der Steine- und Erdenindusrie Baden-Württemberg

Massenströme der Steine- und Erdenindustrie in Baden-Württemberg (1161 KByte)

Die Graphik (Download) veranschaulicht die Massenströme der Steine- und Erdenindustrie in Baden-Württemberg auf der Basis der Statistiken aus dem Rohstoffbericht 2015 des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau und der Abfallbilanz 2016 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.

Rund 90 Millionen Tonnen des jährlichen Bedarfs in Baden-Württemberg von 100 Millionen Tonnen mineralischen Rohstoffen werden bedarfsdeckend aus Steinbrüchen, Baggerseen, Kiesgruben und Bergwerken gewonnen. Die restlichen rund 10 Millionen Tonnen Gesteinskörnungen sind RC-Baustoffgemische, die aus Bauschutt und Straßenaufbruch aufbereitet werden. Damit wird Bauschutt und Straßenaufbruch zu mehr als 90 % verwertet. Aufgrund des begrenzten Materialrückflusses kann der Anteil recycelter Gesteinskörnungen bei gleichbleibendem Gesamtbedarf max 10 % betragen. Denn auch der größte Anteil der Bau- und Abbruchabfälle, der Stoffstrom "Boden und Steine", wird zu mehr als 80 % in Verfüllungen verwertet, um dort den Rekultivierungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Die Graphik verdeutlicht zudem die große Bedeutung des Straßen, Wege- und Erdbaus und der Asphaltherstellung für das Recycling von RC-Baustoffgemischen. 99% der RC-Baustoffgemische werden im Infrastrukturbau verwertet. Der Anteil recyclierter Gesteinskörnungen für Beton beträgt derzeit 0,8 % bzw. rund 70.000 Tonnen pro Jahr.

Der ISTE unterstützt R-Beton als zusätzlichen Verwertungsweg, betont aber vielmehr die Bedeutung der geplanten Mantelverordnung zur bundeseinheitlichen Regelung des Baustoffrecyclings im Bereich des Straßen-, Wege- und Erdbaus!