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Heimische Rohstoffe: der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Beck erklärt, warum regionaler Abbau so wichtig ist

Ein Koffer voller Bausteine für das Kepler-Gymnasium in Freudenstadt

Freudenstadt, 23.10.2017: Mit dem Kepler-Gymnasium in Freudenstadt besitzt eine weitere Schule in Baden-Württemberg nunmehr einen GeoKoffer. Die Firma Sachtleben Bergbau GmbH & Co. KG aus Hausach, machte ihn der Schule zum Geschenk. Überreichen konnte dieses der CDU- Landtagsabgeordnete Norbert Beck in Anwesenheit des Freudenstädter Oberbürgermeisters Julian Osswald, von Robert Mauerlechner und Michael Nelles von Sachtleben Bergbau und des Hauptgeschäftsführers des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE), Thomas Beißwenger und des Schulleiters Peter Stübler vom Kepler-Gymnasium.

Wer kennt dieses Gestein? Freudenstadts Oberbürgermeister Julian Osswald macht den Wissenstest

Beck hatte es an diesem Morgen mit dem Geographie-Neigungskurs des Gymnasiums zu tun. Die Schülerinnen und Schüler sind quasi prädestiniert für dieses begehrte Lehrmittel. Der GeoKoffer vereint nämlich 14 Handstücke der wichtigsten und typischen in Baden-Württemberg vorkommenden Gesteine mit modernen didaktischen Materialien. Beck wies auf die Bedeutung der mittelständischen Rohstoffindustrie für das Bundesland hin. Der Landtagsabgeordnete wies darauf hin, dass er zum Kepler-Gymnasium auch einen sehr guten persönlichen Draht besitzt, da eines seiner Kinder hier ihr Abitur gemacht hat.

1 kg Steine, Sand und Kies pro Stunde – so viel verbraucht jeder Baden-Württemberger an heimischen Rohstoffen. ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger erklärt wozu diese Materialien so alles dienen

Beißwenger illustrierte den jungen Zuhörern Förderung und Nutzen mineralischer Rohstoffe. Baden-Württemberg, so sagte er, sei ein rohstoffreiches Land. Abgesehen von Energierohstoffen finde man hier so ziemlich alles, was man zum Bau von Verkehrsinfrastruktur und Gebäuden brauche. Aber nicht nur dazu dienten heimische Gesteine, Sand und Kiese. Auch in der Chemie und sogar in der Lebensmittelindustrie würden mineralische Rohstoffe verarbeitet. So erkläre sich, dass jeder Baden-Württemberger umgerechnet 1 kg von ihnen verbrauche - pro Stunde!

Gruppenbild mit fröhlichen Gesichtern – diskret in der zweiten Reihe (7. V.r.) „versteckt sich“ der Spender des GeoKoffers: Robert Mauerlechner, Geschäftsführer der Sachtleben Bergbau GmbH & Co. KG aus Hausach

Zwei ganz besondere Rohstoff werde nur wenige Kilometer von Freudenstadt entfernt gefördert: Schwerspat und Flussspat, erläuterte Robert Mauerlechner. Sein in Hausach beheimatetes Unternehmen betreibt im Rankachtal in Oberwolfach ein Bergwerk und baut seit fast 120 Jahren in der Grube Clara Schwerspat- und seit 40 Jahren Flussspaterz ab. Diese Erze werden in der Aufbereitung in Wolfach zu Produkten verarbeitet, die unter anderem in der Automobilindustrie, in Baustoffen, in der Lacke- und Farbenindustrie, in Klebstoffen, in Reib- und Kupplungsbelägen, in der Schweißtechnik und Metallurgie und der medizinischen Diagnostik Einsatz finden. Die Grube Clara ist die einzige Stelle in ganz Baden-Württemberg, deren tiefste Sohle unter dem Meeresspiegel liege.

Sachtleben Bergbau hat mit einem Exporationsprojekt auf Schwerspat im Freudenstädter Christophstal in den letzten Jahren in Freudenstadt und Umgebung für viel Diskussionsstoff in Bevölkerung und Verwaltung gesorgt. Die Schülerinnen und Schüler des Kepler-Gymnasiums haben die Vorgänge mit ihren Lehrern stets aufmerksam verfolgt und über das Für- und Wider im Zusammenhang mit der Gewinnung von heimischen Rohstoffen nachgedacht.

Unter anderem haben zwei Schülerinnen in den letzten beiden Jahrgängen dieses Thema für ihr Abitur bearbeitet. Für die Schülerinnen und Schüler war dies sicherlich ein ausgesprochen informativer Morgen mit Einblicken in eine für viele Menschen  bislang wohl unbekannte Welt. Der neue GeoKoffer wird sie bestimmt motivieren, das Thema Geologie und Rohstoffe weiter interessiert zu verfolgen...

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