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Markus Maier (rechts) zusammen mit Dr. Siegfried Roth (links) bei der Führung durch den Steinbruch

ISTE beim Tag des offenen Steinbruchs

Genkingen, 23.9.2017: Information und Unterhaltung - das sind die Elemente, die zu einem „Tag des offenen Steinbruchs" gehören. Alle zwei Jahre findet der „European Minerals Day - Tag des offenen Steinbruchs" statt. Betriebe, die sonst - nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen - für die Öffentlichkeit unzugänglich sind, öffnen sich dann für jedermann. So auch das ISTE-Mitgliedsunternehmen Schotterwerk Herrmann in Genkingen. Der Verband war natürlich auch vertreten, und zwar durch die neue Referentin seiner Fachgruppe Naturstein, Theresa Platz, und durch seinen Vizepräsidenten, Peter Rombold.

Bei herrlichstem Wetter konnten sich Jung und Alt in der Abbaustätte zu Füßen des Schlosses Lichtenstein auf der Schwäbischen Alb über die hier abgebauten heimischen Rohstoffe informieren. Und so mancher hatte wohl ein Aha-Erlebnis: Man weiß zu wenig über Gesteine, und man macht sich zu wenige Gedanken über ihren Nutzen.

Für die praktische und die historische Aufklärung der Gäste sorgten Markus Maier, Geschäftsführer des Schotterwerks, und Dr. Siegfried Roth, Geschäftsführer des Geoparks Schwäbische Alb. Bei den Führungen durch den Steinbruch erfuhren die Besucher, was so alles aus Jurakalk gemacht wird. Schotter und Split für die Bauindustrie natürlich. Aber Kalkstein ist etwa auch Bestandteil mancher Zahnpasta, er findet in der chemischen und in der Lebensmittelindustrie Verwendung, ebenso bei der Papierherstellung. Peter Rombold erstaunte wohl so manchen, als er die Bedeutung mineralischer Rohstoffe wie Steine, Kies und Sand erläuterte: Jeder Baden-Württemberger braucht 1 kg von ihnen - pro Stunde!
„Klein“ und „Groß“ – Dimensionen werden sichtbar am Tag des offenen Steinbruchs

Siegfried Roth ließ auf andere Weise staunen. Er berichtete über den Geopark Schwäbische Alb als ein erdgeschichtliches Kleinod. Nicht weit von hier befinden sich Höhlen, welche seit Jahrhunderten Menschen anlocken und in ihren Bann ziehen. Hier auf der Schwäbischen Alb fanden sich auch die ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit. Sechs Höhlen, in den vor zehntausenden von Jahren unsere Vorfahren lebten, stehen seit kurzer Zeit auf der Welterbeliste der UNESCO.

Aber nicht nur Informationen wie diese gab es für die zahlreichen Gäste beim Schotterwerk Herrmann. Die Jüngeren konnten sich beim Baggern und Buddeln oder auf der Hüpfburg vergnügen, die Älteren ließen sich kulinarisch vom TSV Genkingen verwöhnen.
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